VOLLSPERRUNG

A20 bei Tribsees früher als geplant freigegeben

An der A20 bei Tribsees sind am Mittwoch Betontrennwände gesetzt worden, die die Baustelle für den Neubau des abgesackten Teilstücks schützen sollen. Das ging schneller als gedacht.
dpa
An der A20-Baustelle bei Tribsees haben am Mittwoch Vorbereitungen für den Neubau des abgesackten Teilstücks begonnen.
An der A20-Baustelle bei Tribsees haben am Mittwoch Vorbereitungen für den Neubau des abgesackten Teilstücks begonnen. Bernd Wüstneck
Tribsees.

An der A20-Baustelle bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben am Mittwoch Vorbereitungen für den Neubau des abgesackten Teilstücks begonnen. Mit einem Kran wurden Betontrennwände auf rund 530 Metern Länge gesetzt, die die spätere Baustelle vom fließenden Verkehr abgrenzen sollen, teilte das Verkehrsministerium mit. Die ursprünglich bis zum Abend geplante Sperrung der Fahrbahn in Richtung Rostock und Lübeck wurde bereits am Nachmittag wieder aufgehoben. Größere Behinderungen habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Verkehr wurde über die Umleitungsstrecken durch die angrenzenden Dörfer geleitet.

Die eigentlichen Bauarbeiten für den Neubau sollen nach früheren Angaben im September beginnen. Zunächst sollen Gründungspfähle für die neue Fahrbahn von der Abfahrt Tribsees bis zur Trebeltalbrücke in den Boden getrieben und die neue Fahrbahn gebaut werden. Auch Teile der Brücke sollen erneuert werden. In weiteren Bauabschnitten sollen eine 500 Meter lange Brücke und die Fahrbahn in Richtung Stettin errichtet werden.

Laut einer Antwort der Bundesregierung aus dem Februar ist mit der Fertigstellung der A20 erst Ende 2023 zu rechnen. Die Kosten sollen sich auf rund 100 Millionen Euro für den Neubau und weitere fast 60 Millionen Euro für die Behelfsbrücke belaufen, die von einer niederländischen Spezialfirma angemietet wurde. Mit ihr ist die Abbruchstelle immerhin einspurig in beide Richtungen passierbar.

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Kommentare (3)

Fertigstellung 2023. Ist das der BER-Faktor schon mit eingerechnet wurden?

Nur mal um zu zeigen, was straßenbautechnisch möglich ist:

https://www.stern.de/panorama/video/ins-netz-gegangen/staunen/rekord-bauzeit-in-peking--abreissen--neubauen--asphaltieren---in-nur-43-stunden-6570936.html

aber nicht vergleichbar. Dort werden Fertigteile weggenommen, und neue, noch größere Fertigteile auf alte Fundamente gesetzt.

Da geb ich ihnen Recht, es ist schwer vergleichbar. Früher jedoch kamen ingenieursteschniche Meisterleistungen aus Deutschland. Heute brauchen wir für 2 km Autobahn 5 Jahre.