PANNEN-AUTOBAHN

A20 ist bei Sanitz schon einmal abgesackt

Erst auf Nordkurier-Anfrage rückt das Schweriner Verkehrsministerium mit der Nachricht heraus, dass das kürzlich abgesackte A20-Teilstück bei Sanitz schon einmal abgesackt ist.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Auch auf dem Luftbild von Google Maps ist deutlich zu sehen, dass ein Teil der Richtungsfahrbahn Stettin (unten) im Bereich Speckmoor schon einmal ausgebessert wurde. Genau dieser Bereich ist jetzt erneut abgesackt.
Auch auf dem Luftbild von Google Maps ist deutlich zu sehen, dass ein Teil der Richtungsfahrbahn Stettin (unten) im Bereich Speckmoor schon einmal ausgebessert wurde. Genau dieser Bereich ist jetzt erneut abgesackt.
So sah die A20 am späteren Krater von Tribsees wenige Tage vor dem kompletten Abrutschen der Straße aus. Droht dieses Ungemach womöglich bald auch bei Sanitz?
So sah die A20 am späteren Krater von Tribsees wenige Tage vor dem kompletten Abrutschen der Straße aus. Droht dieses Ungemach womöglich bald auch bei Sanitz? Stefan Sauer
Sanitz.

Eine der beiden kürzlich bekannt gewordenen abgesackten Stellen auf der A20 hat kurz nach Fertigstellung der Autobahn schon einmal Ärger gemacht: Wie das Schweriner Verkehrsministerium auf Nordkurier-Anfrage bestätigte, ist die Stelle, bei der sich in den vergangenen Monaten eine Absenkung von sechs Zentimetern gebildet hatte, im Jahr 2005 schon einmal repariert worden.

Einem Nordkurier-Reporter war zuvor aufgefallen, dass der Asphalt an der abgesackten Stelle anders aussieht als auf dem Rest der Fahrbahn zwischen Dummerstorf und Sanitz. Die Problemstelle befindet sich direkt am Rastplatz Speckmoor auf der südlichen Fahrbahn (in Richtung Stettin). Dieses Teilstück war 2002 eröffnet worden.

Ministerium nicht überrascht

Zu der Reparatur im Jahr 2005 schreibt das Ministerium: „Kurz nach Inbetriebnahme dieses Abschnitts traten dort erwartbare Setzungen auf. Erwartbar, weil sich bei neugebauten Straßen durch das Gewicht des darüber rollenden Verkehrs der Untergrund durchaus häufiger um einige Zentimeter setzt. Dies ist durch das Aufbringen einer Ausgleichsschicht leicht zu beheben.”

Dennoch wirft die Begründung des Ministeriums Fragen auf: Zum einen, warum die Angelegenheit wieder erst durch aufmerksame Nachfragen ans Licht kommt – wie vor rund zwei Wochen schon die Nachricht, dass es nach dem A20-Krater bei Tribsees noch zwei weitere Absenkungen auf der Strecke gibt.

Zum anderen, ob angesichts der Tatsache, dass die Straße hier schon zum zweiten Mal abgesunken ist, wirklich der Hitzesommer 2018 die Ursache für das neuerliche Absinken ist oder möglicherweise doch gravierendere Probleme vorliegen. Hinzu kommt, dass auch der später komplett eingebrochene Abschnitt bei Tribsees nach ersten Senkungen oberflächlich ausgebessert worden war – letztlich ohne Erfolg.

Senkungen bei Speckmoor und Neubrandenburg

Als die Senkungen bei Speckmoor und Neubrandenburg vor zwei Wochen bekannt geworden waren, hatte das zuständige Straßenbauamt beteuert, die Angelegenheit sei vollkommen harmlos. Insbesondere bei der Problemstelle in Speckmoor sei die Absetzung wahrscheinlich bereits abgeschlossen, weil sich bei den letzten beiden Messungen keine weitere Senkung der Straße ergeben habe: „Das bedeutet, die Setzungen sind seit mehreren Monaten unverändert geblieben. Es wird voraussichtlich nicht einmal erforderlich sein, Ausgleichsschichten aufzubringen”, hatte Ronald Normann, Leiter der Autobahnabteilung im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, gesagt. Auch das Tempo ist an der betreffenden Stelle nicht reduziert.

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