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Brücke abgesackt

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A20-Reparatur wird ein Riesen-Projekt

Für Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sind die Arbeiten vergleichbar mit dem Bau eines Großhotels.
Für Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sind die Arbeiten vergleichbar mit dem Bau eines Großhotels.
Bernd Wüstneck

Die Nerven liegen blank bei den Betroffenen des Abbruchs der A20 bei Tribsees. Doch die Arbeiten sollen schnell durchgeführt werden. Für die Baufirmen soll es Anreize geben.

Beim Wiederaufbau der Autobahn 20 bei Tribsees will Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) bereits in den Ausschreibungen Anreize für die ausführenden Unternehmen setzen. Für sie solle sich schnelleres Planen und Bauen lohnen. Das Land wolle dabei auch die Möglichkeiten für Fristverkürzungen im Vergabeprozess ausschöpfen, sagte Pegel bei einer Informationsveranstaltung der drei Industrie- und Handelskammern am Montag in Rostock. Aber die Planungs- und Bauzeiträume der dafür zu beauftragenden privaten Firmen ließen sich nicht endlos verkürzen.

800 Meter Autobahn werden zurückgebaut

Pegel schilderte den rund 120 Zuhörern die Dimensionen des Projekts: „Faktisch werden wir knapp 800 Meter A20 rückbauen und danach als Brückenbauwerk mit circa 800 Meter Länge und über 20 Meter Höhe – hier besser Tiefe – neu errichten müssen.” Das entspreche dem Neubau eines Großhotels, nur in die Tiefe gebaut, und dass lasse sich nicht binnen kürzester Zeit hinzaubern.

Rostocks IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen zeigte sich verwundert, dass Teile Deutschlands für Jahre außer Gefecht gesetzt werden, wenn einige Straßen und Brücken kaputtgehen. Wenn ihm erklärt werde, dass es nicht schneller gehe, dann müsse die A20-Baustelle definitiv zu neuen Verfahren für Deutschland führen. Natürlich müssten Bauvorhaben ordentlich geplant werden, Bodenproben und gute Lösungen gefunden werden. „Aber muss das Jahre dauern?”