PANNEN-AUTOBAHN

A20 sackt an zwei weiteren Stellen ab

Eine Bundestags-Anfrage der Grünen bringt ans Licht: Die A20 sackt an zwei weiteren Stellen ab, bei Neubrandenburg und bei Tessin. Beide Stellen werden jetzt überwacht.
Gabriel Kords Gabriel Kords
So wie im Oktober 2017 bei Tribsees könnte es im schlimmsten Fall demnächst auch an zwei anderen Stellen an der A20 aussehen.
So wie im Oktober 2017 bei Tribsees könnte es im schlimmsten Fall demnächst auch an zwei anderen Stellen an der A20 aussehen. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg.

Es sind zwei unscheinbare Zeilen in einem mehrseitigen Bundestags-Dokument: In einer Kleinen Anfrage der Grünen räumt das Bundesverkehrsministerium von Minister Andreas Scheuer (CSU) ein, dass es auf der A20 noch zwei Problemstellen auf morastigem Untergrund gibt, die abgesackt sind. Dem Papier zufolge befindet sich die eine Schadstelle zwischen den Abfahrten Neubrandenburg-Ost und Friedland, die andere im Bereich des Rastplatzes Speckmoor zwischen Tessin und Rostock.

Während bei Neubrandenburg die Fahrbahn auf beiden Seiten abgesackt sei, gehe es im Bereich Speckmoor nur um die südliche Fahrbahn in Richtung Stettin, heißt es in dem Dokument. Weiter heißt es darin: „Durch die extreme Hitze im Jahre 2018 verloren die untenliegenden Torfschichten Wasser und gaben auf Grund des Dammgewichtes nach.” Weiter schreibt das Bundesministerium, beide Bereiche stünden nun unter Beobachtung. Und: „Art und Umfang der ggf. notwendigen Sanierungsarbeiten bleiben den Ergebnissen der weiteren Beobachtungen vorbehalten.”

Absackungen um fünf und sechs Zentimeter

In einem Bericht der Ostsee-Zeitung, die zuerst über das Papier berichtete, heißt es mit Verweis auf das Schweriner Landesverkehrsministerium, die Neubrandenburger Schadstelle sei um fünf, die Stelle in Speckmoor um sechs Zentimeter abgesackt. Anders als am A20-Krater in Tribsees seien die Torfschichten an den neuen Schadstellen je nur einen Meter dick. Dennoch sei vorsorglich ein Tempolimit von 130 km/h eingerichtet worden.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Claudia Müller aus Stralsund, deren Anfrage die neuen Erkenntnisse ins Rollen brachte, kritisierte gegen über der Ostsee-Zeitung die „Salamitaktik” der Behörden. Über die beiden Schadstellen in der Autobahn sei bisher nicht informiert worden. Müller fordert, nun müssten endlich alle Fakten auf den Tisch kommen.

 

 

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