Der Schweriner Landtag hatte Mecklenburg-Vorpommern am 24. März flächendeckend zum Corona-Hotspot erklärt.
Der Schweriner Landtag hatte Mecklenburg-Vorpommern am 24. März flächendeckend zum Corona-Hotspot erklärt. Marijan Murat
Kein 3G mehr

Ab Gründonnerstag entfallen fast alle Corona-Regeln in MV

Noch vor den Ostertagen lockert Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Regeln erneut. Die 3G-Regel entfällt demnach so gut wie überall. Einige Regeln bleiben aber.
dpa
Schwerin

Im Corona-Hotspot Mecklenburg-Vorpommern wird die 3G-Regel von diesem Donnerstag an weitgehend aufgehoben. Neben der Gastronomie betreffe dies zum Beispiel Kultur- und Freizeiteinrichtungen, körpernahe Dienstleistungen, Messen und Veranstaltungen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin.

Auch interessant: Demos gehen trotz gescheiterter Impfpflicht weiter

Dort gelten ihr zufolge dann nur noch Masken- und Abstandspflicht. Touristen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssten aber weiterhin bei der Anreise im Hotel einen Negativ-Test vorlegen. In Clubs und Diskotheken gelte weiter 2G plus.

Der Wegfall von 3G – geimpft, getestet, genesen – war für Gaststätten bereits am Dienstag vergangener Woche zu Gründonnerstag beschlossen worden. Da die Zahl der Corona-Infektionen und auch die Patientenzahlen in den Krankenhäusern sowie auf den Intensivstationen weiter gesunken seien, könne man diese Lockerung auf weitere Bereiche ausdehnen, erklärte Schwesig.

Mehr lesen: Wieder deutlich mehr Osterreiseverkehr erwartet

Die Pflicht zum Corona-Test bei der Touristen-Anreise hält sie nicht für eine große Beeinträchtigung des Ostergeschäfts. Die Branche erwarte 300.000 Gäste in Mecklenburg-Vorpommern, das entspreche einer Auslastung von 75 Prozent.

Der Landtag hatte das Bundesland am 24. März flächendeckend zum Corona-Hotspot erklärt. Dies ermöglichte es der Landesregierung, die bis dahin geltenden Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Die Hotspot-Regelung gilt zunächst bis zum 27. April. Der Bioinformatiker Lars Kaderali sagte in Schwerin, er rechne mit einer weiteren Entspannung der Lage. Im Herbst sei allerdings mit einer neuen Welle zu rechnen.

Zu Corona: Regierungsberater Kaderali – Omikron findet weniger Opfer

zur Homepage

Kommentare (2)

Der Experte rechnet für kommende kühl-nasse Jahreszeiten mit Erkrankungen. Diese Info gilt nur für die Gläubigen, die seit Anfang 2020 völlig jegliche Lebenserfahrung für Hysterie und Panikmache haben sausen lassen.

Die Inzidenz ist seit Wochen in MV mit Maskenpflicht höher als z.B. in NRW ohne Maskenpflicht (ca. 400 weniger), wo ein Großteil das auch ausnutzt. NRW hat 17 Millionen Einwohner auf viel kleinerer Fläche als MV mit 2 Millionen Einwohner. Wie erklären sich das Fachleute?