2,2 MILLIONEN EURO

Abwrackprämie für Ostseefischer

Viele Fischer können kaum noch von ihrem Beruf leben. Wer seinen Fischkutter endgültig stilllegt, kann staatliche Hilfe beantragen.
Fischkutter liegen nach der Rückkehr vom Heringsfang im Hafen von Freest. Beim Hering gingen seit 2017 etwa 94 Prozent de
Fischkutter liegen nach der Rückkehr vom Heringsfang im Hafen von Freest. Beim Hering gingen seit 2017 etwa 94 Prozent der Fangquote verloren. Jens Büttner
Berlin ·

Der Dorsch ist stark zurückgegangen, der Aal sowieso, seit ein paar Jahren brechen auch die Heringsbestände ein: Wegen sinkender Fischbeständen und strengen Fangquoten sterben die Fischereiunternehmen. Viele Ostseefischer können kaum noch von ihrem Beruf leben. Einige geben auf. Für diese gibt es seit Donnerstag eine sogenannte Abwrackprämie.

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Wer in den betroffenen Küstenländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein seinen Fischkutter endgültig stilllegt, kann die Prämie beantragen. 2,2 Millionen Euro hat das Bundeslandwirtschaftsministerium dafür bereitgestellt. Die Höhe der Unterstützung bemisst sich nach der Größe der Schiffe.

Bundesfischereiministerin Julia Klöckner (CDU): „Die Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften, ist eine Notwendigkeit, um unsere Küstenfischerei insgesamt zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir den einzelnen Betrieb im Auge behalten und die Menschen, die davon leben. Deshalb habe ich immer um Unterstützung für die gekämpft, die aufgrund der Umstände aufgeben müssen. Sie brauchen eine wirtschaftliche Perspektive.“

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