Tatort „Polizeiruf 110“

AfD beschwert sich wegen Antifa-Postern beim NDR

MV-AfD-Chef Leif-Erik Holm hat den Rostocker „Polizeiruf” gesehen – und was er sah, gefiel ihm nicht: Anti-AfD-Aufkleber und Poster von Feine Sahne Fischfilet.
Carina Göls Carina Göls
Im Rostocker "Polizeiruf" waren am Sonntag Anti-AfD-Aufkleber und ein Plakat von Feine Sahne Fischfilet zu sehen. 
Im Rostocker „Polizeiruf” waren am Sonntag Anti-AfD-Aufkleber und ein Plakat von Feine Sahne Fischfilet zu sehen. Screenshot NDR
"Nazi verpiss dich!", heißt es auf dem Plakat im Hintergrund.
„Nazi verpiss dich!”, heißt es auf dem Plakat im Hintergrund. Screenshot NDR
AfD-MC-Chef Leif-Erik Holm gefällt das gar nicht.
AfD-MC-Chef Leif-Erik Holm gefällt das gar nicht. Screenshot NDR
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Schwerin.

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Programmbeschwerde beim NDR eingereicht. „Im am Sonntag ausgestrahlten Rostocker Polizeiruf wurden immer wieder Antifa-Plakate und Anti-AfD-Aufkleber eingeblendet. Offenbar gehört es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern jetzt zum guten Ton, ganz offen Antifa-Propaganda zu verbreiten und gegen die AfD zu pöbeln”, sagte der Stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag und Landessprecher der AfD Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, am Montag.

„Es kann nicht sein, dass ausgerechnet ein mit Zwangsgebühren finanzierter öffentlich-rechtlicher Sender andauernd gegen eine demokratische Partei hetzt, nur weil die Damen und Herren Gebühren-Millionäre des GEZ-Funks meinen, ihre unqualifizierte Privatmeinung sei das Maß aller Dinge.“

 

 

Der jüngste Polizeiruf „Für Janina“ erzählt die Geschichte eines Vergewaltigers auf freiem Fuß. Ihm sind die Rostocker Ermittler Alexander Bukow (Charly Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau) auf der Spur. Janina wurde am Tag nach dem Bruce-Springsteen-Konzert 1988 in Ostberlin tot aufgefunden, der damals als Mörder Verhaftete wurde aber wegen eines Fehlers im Gutachten in der Revisionsverhandlung freigesprochen. Auch diesmal gehen die Kommissare leer aus.

NDR hat Beschwerde noch nicht erhalten

Holm teilt auch gegen Schauspieler Charly Hübner aus: „Hübner hat aus seiner Sympathie für die linksextreme Musikgruppe ‚Feine Sahne Fischfilet‘ samt ihrer Gewaltaufrufe gegen Polizisten nie einen Hehl gemacht. Eine Hübner-Doku über die Gruppe kam natürlich nicht ohne Finanzierung durch Steuergeld aus.“

Der NDR ließ am Abend auf die Frage, ob die Beschwerde schon eingetroffen sei, wissen: „Nein“. Und wie wird mit Beschwerden verfahren? „Wenn es sich um eine Programmbeschwerde handelt, wird sie entsprechend der Geschäftsordnung des Rundfunkrates beraten.“ Nach AfD-Angaben „erreichten zahlreiche Hinweise auf diesen Polizeiruf 110“ eine Vertreterin der Partei im Rundfunkrat.

Es ist nicht das erste Mal, dass die AfD beim Sonntagskrimi der Landesrundfunkanstalt offenbar gern ganz genau hinschaut. Mitte Juni war der Parteivorwurf im Polizeiruf 110 „In Flammen“ kritisiert worden. Darin ging es um die Darstellung der fiktiven Partei „FPS“ im Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters in Rostock. Es seien bewusst Ähnlichkeiten zur realen Partei AfD inszeniert worden: Mit Ausstrahlung des Krimis habe sich der NDR über das „Neutralitätsgebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinweggesetzt“, hatte es aus dem Landesfachausschuss für Kultur der AfD geheißen. Allein einen Verweis auf die „Kunstfreiheit“ wolle die Partei auch diesmal nicht gelten lassen.

Kommentare (4)

Diese rechtsradikale Jammerlappen Holm hat wohl noch nichts von Kunstfreiheit gehört... Es gehört zum ÖR sich eindeutig gegen rectsradikale Umtriebe zu stellen. Die AfD ist rechtsradikal, da kann der Jammerlappen Holm polter wie er will.

Zitat aus dem Rundfunkstaatsvertrag: Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks leitet sich aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes ab und ist in Rundfunkgesetzen und dem Rundfunkstaatsvertrag ausgestaltet. Der Rundfunk soll die freie Meinungsbildung und kulturelle Vielfalt gewährleisten. Durch seine Programme wirkt er zum einen als technisches „Medium“. Durch die Auswahl von Programmen und Themen wirkt er aber auch als „Faktor“, weil diese Themen wiederum die Gesellschaft mit ihren sozialen und kulturellen Bedürfnissen beeinflussen. Ich weiss das das "Mystische" keinen Gedanken an sowas verschwendet..... Sehen Sie das als reine Info....

So wird nun auch der Tatort am Sonntag zur politischen Schaubühne. Mir ist nur der FCK NZS-Aufkleber am Laptop aufgefallen. Den Rest hatte ich gar wahr genommen. Was ich aber am Tatort aus MV richtig fies fand, war das eine Antifa- Kommisarin, mittels DNS-Fake jemanden hinter Gitter gebracht hat. Und wenn diese Schauspieler dann noch Werbung für die NWO-Band Feine Sahne Fischfilet machen, sollte man mal kritisch hinterfragen was dort gespielt wird.

zu lesen sind" Kommentare (4), aber unter dem Artikel sind nur drei aufzufinden. Wer hat den fehlenden vierten Kommentar gelöscht ? Und warum ? Eine notwendige Kritik an themysteriousm2... · sein Kommentar vom14. November 2018 - 9:59: Der von ihm verwendete Begriff eines ":rechtsradikalen Jammerlappens Holm" erfüllt den Tatbestand der Beleidigung. Wäre die AfD beweissicher vom Verfassungsschutz als rechtsradikal entlarvt, würde sie längst verboten sein. Wann endlich wird die Mehrheit der Deutschen imstande sein, zwischen rechtsradikal und rechts zu unterscheiden ? Da die CSU erwiesenermaßen parteipolitisch nicht zur Mitte gerechnet werden kann, und es nach ihrem Selbstverständnis rechts von ihr keine weitere deutsche Partei geben dürfte, steht unstreitig fest, daß die CSU eine rechte Partei ist. Ist sie deswegen rechtsradikal ? Der Kommentar von lisa.freier1 · 14. November 2018 - 10:40, ist perfekt zutreffend. Der Kommentar von r.josch · 14. November 2018 - 10:43, bezeichnet absolut richtig und vollauf berechtigt das Defizit der sogenannten Öffentlich-Rechtlichen - nämlich die Widerspiegelung der Meinungsvielfalt ersetzt zu haben durch regierungsamtliche Gleichschaltung. Beispiel: Die völlige Desinformation des deutschen Volkes durch Unterschlagung der Inhalte des sogenannten Migrationspaktes - sowas hatten wir zu DDR-Zeiten im Neuen Deutschland: Tendenziöser Leserbrief der Lisa Nasarowa zur Innenpolitik der UdSSR, ohne daß es eine Veröffentlichung des kritischen Artikels gegeben hatte.