B96-Vollsperrung

:

AfD-Demo gegen Verkehrschaos auf Rügen

Mit einer Blockade der Umleitungsstrecke durch Bergen wollten Vertreter der AfD auf das Verkehrschaos auf Rügen aufmerksam machen.
Mit einer Blockade der Umleitungsstrecke durch Bergen wollten Vertreter der AfD auf das Verkehrschaos auf Rügen aufmerksam machen.
Ralph Sommer

Seit dem 16. Juli ist die B96 auf Bergen voll gesperrt. Mit einer Aktion wollte die AfD gegen das Planungschaos der Behörden aufmerksam machen.

Der AfD-Kreisverband Vorpommern-Rügen hat mit einer Protestaktion die B96 blockiert. Mit einer Handvoll Sympathisanten hielten sie für fünf Minuten den Verkehr auf der Umleitungstrasse in Bergen auf, um gegen die Vollsperrung der Bundesstraße zu demonstrieren. Die Partei wollte damit gegen das Planungschaos der Behörden aufmerksam machen.

Die Fehlplanungen machten deutlich, wie Vorpommern weiter abgehängt werde, sagte AfD-Landtagsabgeordneter Ralph Weber. „Hier sieht man, was ein Vorpommern-Staatssekretär, der sein Studium abgebrochen hat, leisten kann.“ Damit meint Weber den SPD-Politiker Patrick Dahlemann, der am Donnerstag bekannt gegeben hatte, dass er sein Studium aufgegeben habe.

Seit Montag vergangener Woche hat die DEGES, die Fernstraßengesellschaft von Bund und Ländern, die B96 wegen Bauarbeiten gesperrt. Jetzt wird der gesamte Durchgangsverkehr durch die Bergener Innenstadt geleitet.

Sperrung dauert noch bis zum 11. August

Auf die Proteste auf Rügen angesprochen, verweist die DEGES darauf, dass es keine Alternative gegeben habe. Grund für die Sperrung sei die Anbindung des neuen Verkehrskreisels an der Ampelkreuzung Kubbelkow unmittelbar vor Bergen, sagt DEGES-Sprecher Lutz Günther.

Bis zum 11. August müssen sich die Inselbewohner und ihre Gäste noch mit dem Dauerstau arrangieren. Allerdings soll im September bereits der ebenfalls heftig umstrittene Ausbau des B96-Abschnitts bei Ralswiek-Strüßendorf wieder gesperrt werden.

Vor wenigen Wochen hat die AfD bereits den Verkehr auf der Insel Usedom blockiert.

Kommentare (1)

Da sieht man mal, dass auch eine Professur in Jura nicht immer ausreichend ist, sein Tun zu überschauen. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Nötigung, Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Oder will einer behaupten, diese "Aktion" war angemeldet?