INFEKTIONSSCHUTZ

AfD-Politiker Holm fordert Corona-Immunitätsregister

Genesene Corona-Infizierte sollen sich freiwillig in ein Register eintragen lassen können. Für Eingetragene sollen keine Beschränkungen mehr gelten.
Leif-Erik Holm ist Vizechef der AfD-Bundestagsfraktion.
Leif-Erik Holm ist Vizechef der AfD-Bundestagsfraktion. Gregor Fischer
Berlin.

In Deutschland soll ein Register bestehend aus genesenen Corona-Infizierten entstehen, für die die seit mehreren Wochen andauernden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht mehr gelten. Dies forderte der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Leif-Erik Holm.

„Es ist ein hoffnungsvolles Zeichen in dieser Krise, dass immer mehr Menschen Covid-19 überstanden und Antikörper entwickelt haben”, sagte Holm am Montag. Für die immer größer werdende Gruppe der Genesenen „könnten wir jetzt schon mit der Normalisierung beginnen. Wer die Krankheit nachgewiesenermaßen überstanden hat, soll sich wieder frei bewegen, arbeiten und auch Urlaub machen dürfen”, so Holm weiter. Dies sei für die Wirtschaft und vor allem die „gebeutelte Touristikbranche” ein Segen.

Die Bundesregierung solle daher ein „Immunitätsregister aufbauen, in das sich jeder mit positivem Antikörper-Test eintragen lassen kann”. Vorausetzung dafür sei der Ausbau von Testkapazitäten. Auch sei problematisch, dass viele Erkrankte, die keine Symptome gehabt hätten, nichts von ihrer Infizierung wüssten. „Deswegen muss hier das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbunden werden: Massentests für ein klares Bild der Lage – und die Aufhebung der Beschränkungen für diejenigen, die das Virus nicht mehr übertragen können”.

Großstudie soll Immunität in der Bevölkerung testen

Ähnliche Überlegungen hatte in der vergangenen Woche der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig angestellt. Krause soll die Federführung für eine Großstudie übernehmen, die zeigen soll, wie viele Menschen in Deutschland schon Antikörper gegen das Coronavirus gebildet haben. Dadurch soll herausgefunden werden, wie viele Menschen bundesweit nach einer Corona-Infektion bereits immun gegen das Virus sind.

„Den Immunen könnte man eine Art Impfpass ausstellen, der es ihnen zum Beispiel erlaubt, von Einschränkungen ihrer Tätigkeit ausgenommen zu werden”, sagt Epidemiologe Krause dem Nachrichtenmagazin „Spiegel”. Die Forscher gehen davon aus, dass erste Resultate Ende April vorliegen. Die Ergebnisse der Studie sollen Hinweise darauf geben, wann Schulen wieder geöffnet und Großveranstaltungen erlaubt werden können.

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Kommentare (1)

Liebe AFD, das ganze ist doch viel zu kompliziert. Ich empfehle einfach den Erkrankten ein gelben Stern mit der Aufschrift "Covid" anzuheften. Ist einfacher für alle und hat sich bereits bewährt.