WAHLKAMPF IN STRALSUND

AfD-Vize Gauland attackiert Flüchtlingspolitik

Die AfD hat ihren Wahlkampf im Merkel-Wahlkreis gestartet. AfD-Spitzenmann Leif-Erik Holm erhielt dabei Unterstützung von der Parteispitze.
Martina Rathke Martina Rathke
AfD-Bundes-Vize Alexander Gauland sprach auf der Kundgebung in Stralsund von einer "schleichenden Landnahme".
AfD-Bundes-Vize Alexander Gauland sprach auf der Kundgebung in Stralsund von einer "schleichenden Landnahme". Stefan Sauer
Stralsund.

Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm ist am Freitag im Bundestagswahlkreis von Angela Merkel (CDU) in den Wahlkampf gestartet. Bundes-Vize Alexander Gauland attackierte vor rund 100 Anhängern auf dem Stralsunder Marktplatz vor allem die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin.

"Das Asylrecht ist zu einem  Einwanderungsrecht für die Armen dieser Welt geworden", sagte Gauland. "Es ist eine schleichende Landnahme. Allmählich werden Sie hier keinen mehr Platz haben", rief er den Zuhörern zu. Die Kundgebung war von Gegenprotesten begleitet. Etwa 30 junge Menschen skandierten Sprüche wie "Eure Kinder werden so wie wir" und "Haut ab".

Unter dem Slogan "Holm wählen - Denkzettel für Merkel" warb der AfD-Landeschef  Holm um Erststimmen. "Wir können Geschichte schreiben, wenn wir Frau Merkel in die Uckermark schicken." Die AfD wolle deutlich zweistellig und als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen.

Holm hatte bei seiner Nominierung im Januar als Ziel vorgegeben, Merkel das Direktmandat abnehmen zu wollen. Bei der Landtagswahl im Herbst 2016 landete die AfD mit 20,8 Prozent zwar knapp vor der CDU. Bundesweit zeigt sich aber ein ganz anderer Trend: Die CDU liegt jüngsten Umfragen zufolge mit 38 Prozent vor der SPD (24 Prozent). Die AfD steht bei 9 Prozent.

Merkel hat seit 1990 das Direktmandat im Ostseewahlkreis geholt. Bei der letzten Bundestagswahl vereinte sie 56,2 Prozent der Erstwählerstimmen auf sich.

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Kommentare (1)

wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den Bundestag einziehen. Das ist eine gute Nachricht für unsere Demokratie. Endlich wird es dort auch eine Opposition von rechts geben. Das Potential dieser jungen und aufstrebenden Partei ist groß. Und wenn es sie noch nicht gäbe, so müsste man sie gründen.