Nach Facebook-Eintrag

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AfD-Vorstand mahnt umstrittenen Abgeordneten ab

Der AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber gilt als Rechtsaußen seiner Fraktion.
Der AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber gilt als Rechtsaußen seiner Fraktion.
Daniel Bockwoldt

Nachdem der Greifswalder AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber öffentlich eine „biodeutsche Leitkultur” forderte, ziehen nun die Landeschefs der Partei Konsequenzen.

Der Landesvorstand der AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat am Mittwochabend einstimmig beschlossen, den Landtagsabgeordneten Ralph Weber aufgrund seiner umstrittenen Äußerungen in einem Facebook-Post abzumahnen. Weber habe mit seinem Kommentar die Grundsätze der AfD verletzt und füge der Partei durch seine Äußerungen schweren Schaden im öffentlichen Ansehen zu.

„Im Wiederholungsfall oder bei vergleichbarem Verhalten muss Herr Weber mit härteren Ordnungsmaßnahmen rechnen”, teilte der Landesvorstand am späten Mittwochabend in einer Erklärung mit. Weber hatte am Montag in einem Facebook-Post gefordert, dass sich "'Biodeutsche' mit zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern” dafür einsetzen, dass „unsere Heimat auch in 30 Jahren noch von einer deutschen Leitkultur geprägt und geformt wird”.

Außerdem verwendete Weber den Slogan „Deutschland den Deutschen”. Dieser sei, so der AfD-Landesvorstand, als „gebräuchliche Kampfparole der NPD bekannt”. Zudem ließe die „Bezugnahme auf 'Biodeutsche' mit zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern Raum für Spekulationen auf rassistischen Hintergrund”. Ein anerkannter Grundsatz der AfD jedoch sei die Ablehnung jeglicher Form von Rassismus.

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