MORDFALL WITTENBURG

Angeklagter Afghane liebte die Tochter des Opfers

Ein 85-Jähriger wurde brutal im Schlaf ermordet. Seine Tochter hatte zuvor ein Verhältnis mit einem afghanischen Flüchtling. Der steht nun als Angeklagter vor Gericht.
Marlis Tautz Marlis Tautz
Im November 2018 soll der Angeklagte den schlafenden 85-Jährigen in seinem Zimmer aufgesucht und ihm die Kehle durchtrennt haben.
Im November 2018 soll der Angeklagte den schlafenden 85-Jährigen in seinem Zimmer aufgesucht und ihm die Kehle durchtrennt haben. Jens Büttner
Schwerin.

Zum Prozessauftakt um den blutigen Tod eines Rentners in Wittenburg sind am Landgericht Schwerin grausame Details zur Sprache gekommen: Die Staatsanwaltschaft klagt einen Mann aus Afghanistan des heimtückischen Mordes an. Er war für Hilfsarbeiten im Haus des 85-Jährigen zu Gast und soll seinen Gastgeber in der Nacht vom 16. zum 17. November "mit einem tiefen Schnitt, bis zur Halswirbelsäule reichenden Schnitt durch die Kehle" getötet haben.

Vor seiner Flucht ließ er einen Zettel zurück mit den deutschen Worten: "Ich liebe dich, du liebst mich, wir lieben. Es tut, Dieter, mir leid." Im letzten in der afghanischen Sprache Dari verfassten Satz hieß es laut Übersetzung des Dolmetschers: "Ich bin verliebt in dich. Ich kann dich nicht traurig sehen."

Diese Worte galten der Tochter des Opfers, wie sich in der Zeugenvernehmung der 50-Jährigen am Landgericht Schwerin zeigte. Sie war zu jener Zeit im sächsischen Crimmitschau in der Flüchtlingshilfe tätig und hatte ein Verhältnis mit dem Angeklagten.

Geschehen am Bett des Rentners durch ein Babyfon mit Bildschirm beobachtet

Um ihren kranken und zeitweise pflegebedürftigen Vater versorgen zu lassen, hatte die Frau mehrfach Pflegepersonal aus dem Ausland beschäftigt. Zum Zeitpunkt der Tat lebte ein Bosnier im Haus. Für Arbeiten an Carport und Garten sollte der Afghane übers Wochenende Unterstützung leisten.

Die Tochter organisierte die Anreise: Von Sachsen fuhr sie mit dem nun Angeklagten zunächst gemeinsam im Zug bis Berlin. Dort brachte sie ihn zur verabredeten Mitfahrgelegenheit nach Wittenburg. Sie wollte am folgenden Tag nachkommen, erfuhr dann aber am frühen Morgen von der Polizei, was sich im Hause ihres Vaters zugetragen hatte.

Der Bosnier hatte das Geschehen am Bett des Rentners durch ein Babyfon mit Bildschirm beobachtet. Anfangs in der Annahme, sein Kollege wolle nur die Bettdecke richten, eilte er angesichts der Todesgeräusche ins Schlafzimmer des Opfers. Er rief die Polizei, die den flüchtigen Verdächtigen am Folgetag an der Autobahn bei Geesthacht in Schleswig-Holstein aufgreifen und festnehmen konnte.

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Kommentare (2)

auf persisch! Verfasst nachdem er ihrem arglosen Vater beinahe den Kopf abgeschnitten hatte.

Komische Form der Liebe, bei den Vater der Geliebten umbringt. Ist da was dran, daß viele Staaten ihre Irrenanstalten für die öffneten, die versprachen, nach Deutschland zu "fliehen" . Gefühlt kommt hier jedenfalls jede Woche eine(r) durch Afghanen zu Tode