KRITIK VON LINKEN

Aldi zeigt Bundesregierung, wie man Schnelltests bestellt

Corona-Schnelltests sind ein wichtiges Mittel, um Lockerungen zu ermöglichen. Dennoch verschläft der Bund die Testoffensive, kritisieren die Linken. Auch andere Maßnahme stoßen sauer auf.
dpa
Für Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende der Linken im MV-Landtag, ist klar: Die Bundesregierung verschläft die Te
Für Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende der Linken im MV-Landtag, ist klar: Die Bundesregierung verschläft die Testoffensive. Jens Büttner
Schwerin ·

Das Fehlen der angekündigten Schnell- und Selbsttests ist in Mecklenburg-Vorpommern auf Kritik gestoßen. „Der Discounter Aldi hat sich um seine Kunden besser gekümmert, als der Staat um seine Bürger”, sagte die Chefin der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, am Montag in Schwerin. Die Bundesregierung habe eine Testoffensive angekündigt, bei der Bereitstellung der Tests aber versagt und damit das Vertrauen in ihr Krisenmanagement weiter untergraben. Aldi hatte den Verkauf der Tests am Samstag werbewirksam gestartet, während der Bund seine Ankündigungen zurückzog.

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Ähnlich kritisch äußerte sich auch SPD-Fraktionschef Thomas Krüger. „Die Bundesregierung hätte alle verfügbaren Tests aufkaufen müssen”, betonte er. Statt zum Start der Lockerungen gebe es die kostenlosen Tests nun erst Mitte März. Krüger forderte die Bevölkerung auf, im Interesse eines hohen Infektionsschutzes die dann gegebenen Möglichkeiten aber auch wahrzunehmen.

Kritik an Besuchsregelung

Wie Krüger verwies auch CDU-Fraktionschef Wolfgang Waldmüller darauf, dass das Land selbst zwei Millionen Test-Einheiten bestellt habe. Diese sollen jedoch vor allem in Kitas und Schulen eingesetzt werden, um dort frühzeitig Infektionsherde zu erkennen. Die AfD erneuerte unterdessen ihre Forderung nach einem sofortigen Ende des Lockdowns.

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Zu den seit Montag geltenden Lockerungen zählt neben der regional abgestuften Öffnung von Geschäften auch die Zulassung weiterer köpernaher Dienstleistungen, die durch Corona-Tests abgesichert werden sollten. Zudem sind Treffen von maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten möglich, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Die Besuchsregelung veranlasste Oldenburg trotz der leichten Erweiterung zu Kritik: „Da sich maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen dürfen, ist es beispielsweise für einen Vier-Personen-Haushalt mit zwei Kindern älter als 14 Jahre nicht möglich, die Großeltern gemeinsam zu sehen”, beklagte sie und forderte eine umgehende Korrektur der Bestimmung.

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Kommentare (2)

Aus den vielen albernen Besuchsregelungen der letzten und kommenden Monate könnte man umfangreiche mathematische Abitur-Textaufgaben machen. So lernt der Nachwuchs realitätsnah.

wie geil, mit welchem Ziel? Die Tests sind für die Tonne, verschwenden Ressourcen und verbreiten noch mehr Panik und Psychoterror.
Ich möchte nicht, dass sich der Staat sich um mich „kümmert“. Vor allem sollte er endlich das Quälen der Kinder beenden.