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Mehr Verkehrstote

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Alle vier Tage stirbt ein Mensch auf den Straßen von MV

Trauriger Alltag in MV wie hier bei einem Unfall zwischen Rubenow und Wusterhusen, bei dem ein Autofahrer ums Leben kam. Auf den Straßen im Land werden wieder mehr Verkehrsteilnehmer getötet.
Trauriger Alltag in MV wie hier bei einem Unfall zwischen Rubenow und Wusterhusen, bei dem ein Autofahrer ums Leben kam. Auf den Straßen im Land werden wieder mehr Verkehrsteilnehmer getötet.
Tilo Wallrodt

Seit Jahresbeginn hat die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern um ein Drittel zugenommen. Dabei hat es auf den Straßen insgesamt seltener gekracht.

Der Straßenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern hat im ersten Halbjahr 2018 mehr Menschenleben gefordert als im Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten des Jahres starben 45 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie das Innenministerium dem Nordkurier am Donnerstag unter Verweis auf die vorläufige Verkehrsunfallstatistik mitteilte.

Dies entspricht einem deutlichen Plus von 29 Prozent. Auch die Zahl der Schwerverletzten nahm um 9 Prozent auf 613 zu. Die Zahl der Unfälle ging im gleichen Zeitraum um zwei Prozent auf 27.246 zurück.

Landespolizei hat Kampagne gestartet

Die überhöhte Geschwindigkeit und Fehler beim Überholen sind die derzeit häufigsten Unfallursachen bei den Unfällen mit tödlichem Ausgang. Zu den Hauptunfallursachen generell zählt auch die Missachtung der Vorfahrt. Wegen des starken Anstiegs der Zahl an Verkehrstoten schon zu Beginn des Jahres hat die Landespolizei im April die Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben!“ gestartet.

Innenminister Lorenz Caffier sagte, „das Motto 'Fahren.Ankommen.Leben' soll sich fest in den Köpfen der Menschen verankern. Dafür setzt die Polizei auf Aufklären, kontrollieren und bestrafen.” Der Innenminister gab zugleich zu bedenken: „Aber am Ende müssen die Verkehrsteilnehmer selbst fahren und sich ihrer Verantwortung sich und anderen gegenüber bewusst sein.”

Kommentare (1)

Völlig falscher Ansatz, die ganze Gesellschaft ist mit Arbeitsdruck durchsetzt. Der Bürger muss zu seinem Arbeitsplatz immer weiter pendeln. Wer fährt hier noch normal auf den Straßen, alle stehen ständig unter Druck. Das führt letztendlich zu mehr Raserei und Verkehrstoten. Wenn die Polizei schon Radfahrer anfährt, dann weiß ich doch wie toll dieses System hier im Land von Caffier funktioniert. Fahrt mal in andere Länder (Dänemark) wie ruhig und locker die Leute dort fahren. Kein Hupen, kein drängeln, keine gefährlichen Überholmanöver, da hat man noch Zeit hinterm Lenkrad. Auch mit den Blitzkästen zur weiteren Abzocke des Bürgers sieht man in Dänemark nicht, sowas brauchen die dort gar nicht.