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Alltagshelfer sollen die Erzieher bei Dingen unterstützen, die abseits der Kinderbetreuung anfallen, zum Beispiel beim Decken und Abdecken der Tische. Christian Charisius
Finanzausschuss

Alltagshelfer sollen Erzieher in Kitas entlasten

Viele Erzieher im Land sind völlig erschöpft. Sie müssen deutlich mehr Kinder betreuen als andernorts in Deutschland. Und Corona hat die Situation weiter verschärft. Nun könnten sie zumindest ein wenig Hilfe bekommen.
Schwerin

Die Kindergärten in Mecklenburg-Vorpommern klagen schon lange über viel zu wenig Personal für zu viele Kinder. Auch wenn es in den vergangenen Jahren eine stetige Zunahme an Mitarbeitern gab, ist das Bundesland im deutschlandweiten Vergleich noch immer auf dem letzten Platz. So lag der Personalschlüssel bei Krippengruppen laut Bertelsmann Stiftung zuletzt bei 5,9 Kinder pro Erzieher, empfohlen sind in diesem Alter allerdings nur drei Kinder. Bei Kindergartengruppen liegt der Schlüssel sogar bei 12,9 – empfohlen sind lediglich 7,5 Kinder pro Betreuer.

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Immerhin eine kleine Entlastung gibt es zeitnah für die Einrichtungen: Denn der Finanzausschuss des Landes hat grünes Licht für die Bereitstellung von 2,5 Millionen Euro für die Unterstützung von Kindertageseinrichtungen mit Alltagshelferinnen und -helfern gegeben. Voraussichtlich im Frühjahr können Kita-Träger Anträge an die Landkreise und kreisfreien Städte stellen.

„Erzieherinnen und Erzieher an den Kindertagesstätten ebenso wie alle, die in der Kindertagespflege arbeiten, leisten seit Ausbruch der Pandemie unter diesen schwierigen Bedingungen Herausragendes. Deshalb ist es mir besonders wichtig, sie in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und zu entlasten“, erklärt Bildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke).

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Alltagshelferinnen und -helfer sind kein pädagogisches Personal, sondern unterstützen die Erzieher bei Dingen, die abseits der Kinderbetreuung anfallen. So können sie zum Beispiel Kinder in Empfang nehmen oder sie beim Abholen an die Eltern übergeben. Sie kümmern sich um die Desinfektion, decken Tische auf und ab, helfen in den Küchen oder beim Einkaufen, räumen mit auf. Auf diese Weise sorgen Alltagshelfer dafür, dass sich die Erzieher besser auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können und tragen damit zu einer Steigerung der Betreuungsqualität bei.

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