Usutu-Virus

:

Amsel-Seuche auch in MV entdeckt

In Mecklenburg-Vorpommern soll zum ersten Mal das tödliche Usutu-Virus bei einer Amsel festgestellt worden sein.
In Mecklenburg-Vorpommern soll zum ersten Mal das tödliche Usutu-Virus bei einer Amsel festgestellt worden sein.
Picasa

Zentraleuropa erlebt derzeit den bislang größten Ausbruch des aus Südafrika stammenden Usutu-Virus'. Der heiße Sommer begünstigte das Fortschreiten der Seuche.

Die Amsel-Seuche hat einem Bericht zufolge Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Zum ersten Mal sei im Nordosten das tödliche Usutu-Virus bei einer Amsel festgestellt worden, berichtet die „Ostsee-Zeitung”. Das Tier sei in der Nähe von Wismar verendet. „Wir erleben derzeit den bislang größten Ausbruch des Usutu-Virus' in Zentraleuropa”, sagte Renke Lühken, Ökologe beim Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg der Zeitung. In dem Institut war die Amsel aus MV untersucht worden.

Der ursprünglich aus Südafrika stammende Erreger wird von Stechmücken übertragen. „Durch die hohen Temperaturen in diesem Sommer konnte sich das Virus in den Mücken noch besser vermehren”, erklärte Lühken. Knapp 9000 Fälle von erkrankten oder toten Vögeln, die mutmaßlich mit dem Usutu-Virus infiziert waren, sind dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in diesem Jahr bislang laut Bericht gemeldet worden.

Zwei weitere verendete Amseln seien beim Veterinäramt Rostock abgegeben worden. Meist sind Amseln von dem Erreger befallen, in geringen Zahlen aber auch andere Arten wie Singdrosseln, Meisen oder Finken.