Philipp Amthor tritt bei der Bundestagswahl für die CDU in Neubrandenburg, Greifswald und dem Südosten von MV an.
Philipp Amthor tritt bei der Bundestagswahl für die CDU in Neubrandenburg, Greifswald und dem Südosten von MV an. Kay Nietfeld
CDU-Abgeordneter

Amthor macht Hoffnung für Frühchenstationen in MV

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor sieht eine Zukunft für die Frühchenstationen in Neubrandenburg und Greifswald. Beide sind bedroht, weil im Land so wenig Menschen leben.
dpa
Neubrandenburg

Für die von einer Schließung bedrohten Frühchenstationen in den Krankenhäusern in Neubrandenburg und Greifswald könnte es doch eine Zukunft geben. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor am Montag in Neubrandenburg erklärte, sieht die neue gesetzliche Regelung vor, dass die Bundesländer mit den Krankenkassen dazu Ausnahmevereinbarungen treffen können.

„Da brauchen wir jetzt noch weiter politischen Druck“, erklärte Amthor bei einer Diskussionsrunde des DGB in Neubrandenburg. Die Verhandlungen führe Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU).

Zu wenige Menschen in der Seenplatte

Hintergrund ist ein Bundestagsbeschluss vom Frühsommer, wonach solche sogenannten Perinatalzentren nur noch betrieben werden sollen, wenn es mindestens 25 Fälle pro Jahr gibt. Dies werde in beiden Häusern nicht erreicht und sei in so dünn besiedelten Regionen wie dem Osten Mecklenburg-Vorpommern lebensfremd, hieß es auch vom Kreistag der Mecklenburgischen Seenplatte und vielen Landes- und Bundespolitikern aus dem Nordosten. Als solche zu früh Geborenen gelten Neugeborene unter 1250 Gramm Gewicht.

So hatte schon der Kreistag einen entsprechenden Protestbrief nach Berlin gesandt. In so lebenswichtigen Angelegenheiten dürfe nicht die Quantität ausschlaggebend sein, sondern die Qualität der Betreuung.

Die Seenplatte ist mit mehr als 5500 Quadratkilometern doppelt so groß wie das Saarland und zwar dünn besiedelt, aber der nach Fläche mit Abstand größte Kreis in Deutschland.

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