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Regen, Hagel, Gewitter

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Unwetter über Vorpommern und der Seenplatte

Zieht das Unwetter mit Hagel, Gewitter und Starkregen bis in den Nordosten hinein? (Symbolbild)
Zieht das Unwetter mit Hagel, Gewitter und Starkregen bis in den Nordosten hinein? (Symbolbild)
dpa

Die Unwetter am Abend des Vatertag richteten wohl keine größeren Schäden an der Seenplatte an, in Vorpommern war es ungemütlicher. Besonders heftig wurde aber die Region um Hamburg getroffen.

So verlief das Unwetter in MV und dem Norden Deutschlands.

Der Himmelfahrts-Tag ging mit einer Reihe von Unwettern zu Ende. Am Donnerstagabend setzte fast überall in Mecklenburg-Vorpommern teils heftiger Regen ein, vereinzelt gab es Hagel. Es gab mehrere Unwetter-Warnungen des Deutschen Wetterdienstes. (Stand: 23.30 Uhr).

Von der Rettungsleitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hieß es, dass das Unwetter ohne größere Schäden vorbeigezogen sei. Bis 23 Uhr sei ledigleich ein umgefallener Baum gemeldet worden, hieß es auf Anfrage. Anders war die Lage weiter östlich. Besonders um Greifswald fiel das Unwetter heftiger aus. Der Wetterdienst "kachelmannwetter.de" meldete zeitweise für mehrere Regionen im südlichen Vorpommern Überflutungsgefahr.

Hunderte Einsätze in Hamburg und Schleswig-Holstein

Deutlich extremer war die Lage im Nordwesten. Nach teils sintflutartigen Regenfällen sind die Feuerwehren in Hamburg und Schleswig-Holstein am Donnerstag zu Hunderten Unwettereinsätzen ausgerückt. Es kam zu massiven Überflutungen, Straßen standen bis zu einem Meter unter Wasser, wie die Hamburger Feuerwehr berichtete. In der Hansestadt war vor allem der Osten betroffen. Bis zum Abend wurden mehr als 1050 Unwettereinsätze gemeldet. Neben der Berufsfeuerwehr halfen mehr als 65 Freiwillige Feuerwehren, das THW und die DLRG – insgesamt rund 1200 Einsatzkräfte. Verletzt wurde niemand.

Auch Oststeinbek (Kreis Stormarn) östlich von Hamburg hatte das Unwetter streckenweise unter Wasser gesetzt. Es sei das größte Hochwasser seit Jahrzehnten, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Christian Höft. Bis zum Abend gab es rund 200 Einsätze für zwölf Feuerwehren aus dem Kreis Stormarn. Im Bürgersaal der Gemeinde entstand eine Notunterkunft für die Bewohner evakuierter Häuser. Keller ganzer Straßenzüge waren überflutet, ein Bahndamm drohte zwischenzeitlich abzurutschen. Trafohäuser stünden unter Wasser, sagte der Sprecher, es gebe Stromausfall.

Das Unwetter hatte den Norden am Nachmittag des Vatertags erreicht. Danach seien im Bereich Lohbrügge/Bergedorf unter anderem mehrere Menschen auf überschwemmten Straßen in Autos eingeschlossen gewesen oder hätten aus unter Wasser stehenden Wohnungen in Sicherheit gebracht werden müssen, sagte der Sprecher. Wegen Unterspülung wurde ein Wohnhaus in Lohbrügge mit neun Parteien evakuiert - das Gebäude drohte einzustürzen. Die Regenmassen hätten den Parkplatz am Haus weggespült, ein Auto sei in die Grube gestürzt, Kellerwände seien eingerissen, berichtete der Sprecher. Die 15 Bewohner des dreigeschossigen Hauses kamen in Notunterkünften unter.

Bis zu 60 Liter pro Quadratkilometer

Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Nachmittag an Himmelfahrt in Teilen Hamburgs und Schleswig-Holsteins vor einzelnen schweren Gewittern, Starkregen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter, Sturmböen und großkörnigem Hagel gewarnt.

Die Veranstalter des 829. Hafengeburtstages hatten derweil Glück: "Es war, als ob ein Schutzschild über dem Hafengeburtstag gelegen hätte", sagte DWD-Meteorologe Robert Scholz. In und um Hamburg kam es zu schweren Gewittern und zahlreichen Feuerwehreinsätzen, doch die Landungsbrücken blieben bis auf einige Regentropfen verschont.

Kommentare (1)

... wer wenig oder keine Phantasie hat - um umzuplanen - und sorglos ins Abenteuer stolpert.