UNIVERSITÄTSMEDIZIN ROSTOCK

An Corona erkrankte Säuglinge in Rostocks Uni-Klinik behandelt

Zwei Säuglinge wurden mit Fieber, Husten und Luftnot in die Kinderklinik eingewiesen. Ein Baby war an einer seltenen, lebensbedrohlichen Covid-19-Komplikation erkrankt.
dpa
Auch die Mütter waren den Angaben zufolge infiziert.
Auch die Mütter waren den Angaben zufolge infiziert. Arno Burgi (Archiv)
Rostock ·

Die Kinderintensivstation der Universitätsklinik in Rostock (UMR) hat erfolgreich zwei an Corona erkrankte Säuglinge behandelt. „Zwei wenige Monate alte Säuglinge wurden mit Fieber, Husten und Luftnot in die Kinderklinik der Universitätsmedizin Rostock eingewiesen”, hieß es in einer Mitteilung am Montag. Zudem waren den Angaben zufolge beide Mütter infiziert. Während sich eines der Kinder rasch erholen konnte, kam es beim zweiten Säugling jedoch zu Komplikationen.

Mehr lesen: 31 neue Corona-Infektionen in MV – Inzidenz bei 38,7

Demnach sei eines der vor ungefähr zwei Wochen eingelieferten Kinder am sogenannten „Multisystemischen Entzündungssyndrom” – einer seltenen, lebensbedrohlichen Covid-19-Komplikation – erkrankt gewesen. Erst nach zwölftägiger Behandlung seien Säugling und Mutter gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden, hieß es weiter.

Auch interessant: Droht in MV wieder Einreiseverbot?

Wie der Dekan und wissenschaftliche Vorstand des Klinikums, Emil Reisinger, erläuterte, ist das Immunsystem bei Neugeborenen noch schwächer ausgeprägt. Er verwies dabei auf Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), wonach 36 Prozent der dort gemeldeten Corona-Infektionen unter Kindern und Jugendlichen auf Säuglinge unter einem Jahr entfalle. Der Mediziner rief daher Schwangere und Mütter dazu auf, sich impfen zu lassen, um Säuglinge zu schützen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte erst kürzlich eine Empfehlung zur Impfung von Schwangeren ausgegeben. Reisinger zufolge schützen die durch eine Impfung während der Schwangerschaft erworbenen Antikörper die Kinder noch bis zu sechs Monaten nach der Geburt, hierzu trage auch die Muttermilch bei.

[Pinpoll]

 

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Rostock

zur Homepage

Kommentare (4)

2 Babys wurden wegen Fieber, Husten und Atemproblemen hospitalisiert.
Aufgrund von Tests wurde herausgefunden, diese Babys haben sich infiziert mit Sars Cov 2.
Eins davon hatte einen schwereren Verlauf.
Das sind jetzt alles mal reine Fakten.

Wo bleibt die journalistische Einordnung der Zahlen in den Gesamtkontext?
Wieviele Babys unter 1 Jahr werden wegen Fieber, Husten und Atemnot hospitalisiert? Wie lange werden sie hospitalisiert? Welche Viren sind in welchem Anteil für diese Erkrankungen verantwortlich?

Sorry, Fakten aus einem dpa Bericht hinrotzen kann jeder.
Dem Leser zu helfen, diese einzuordnen und zu bewerten, ohne selber Recherchen zu betreiben, das ist die Aufgabe der Journalisten.
Setzen und nachreichen bitte.

Genau jetzt, wo die Stiko Impfempfehlung für Schwangere und Stillende gegeben hat, finden sich
2 angstmachende Fälle von erkrankten Kindern.
Na wenn das nicht genug Mahnung ist für die Muttis sich schnell den Pieks zu holen.

Kann man auch bitte mal die Zahl der Babys und Kleinkinder, die gesund sind, veröffentlichen und prozentual ins Verhältnis setzen mit den erkrankten Kindern?
Daraus könnte man die Höhe der Gefahr einschätzen, bevor man eine Impfentscheidung trifft.
So ganz ohne Gefahren ist diese ja nun auch nicht....

Laut Veröffentlichung der amerikanischen Kinder- und Jugendärzte. Vielleicht sollte das zum Umdenken zwingen.

fühlen will, geht dafür auch über Leichen. Jedenfalls solange es nicht die eigene Familie trifft. Wobei das wahrscheinlich dann als Angriff irgendeiner geheimen Macht fehlinterpretiert werden würde.

Umdenken geht jedenfalls gar nicht.