CORONA-HOCHRISIKOGEBIET

An der Seenplatte nur 15 Kilometer vom Wohnort entfernen

Die Mecklenburgische Seenplatte hat den Inzidenzwert von 200 überschritten, die Ausgangssperre ab Freitag wurde beschlossen. Greift jetzt sofort auch die Regel, dass man sich nicht weiter als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen darf?
Auch die Einwohner der Müritzstadt Waren müssen sich im Hochrisikogebiet an die 15-Kilometer-Radius-Regel halten.
Auch die Einwohner der Müritzstadt Waren müssen sich im Hochrisikogebiet an die 15-Kilometer-Radius-Regel halten. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg ·

Das Coronavirus ist schneller als die Politik. Eigentlich sollen die Bund-Länder-Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie erst am Freitag auf dem MV-Gipfel am Freitag in eine rechtssichere Verordnung gegossen werden und dann ab Sonntag gelten. Doch bereits am Donnerstagabend überschritt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte den kritischen Inzidenzwert von 200 – und wurde dadurch zum Hochrisikogebiet. Dies heißt auch, dass sich Bürger nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. Gilt dies ab sofort? Oder gibt es noch eine Schonfrist?

+++ Aktualisierung: Der Landkreis Seenplatte hat eine Ausgangssperre beschlossen sowie den Präsenzunterricht an den Schulen weitestgehend untersagt. Mehr dazu finden Sie hier. +++

15-Kilometer-Radius erst ab Sonntag in Kraft

Andreas Timm, Regierungssprecher in der Schweriner Staatskanzlei, gab am Donnerstagabend vorsichtige Entwarnung. „Von Landesseite ist nicht geplant, die Regelung ad hoc in Kraft zu setzen. Die verschärften Regeln sollen nach unserer Planung erst am Sonntag greifen”, sagte Timm im Gespräch mit dem Nordkurier.

Seenplatte-Landrat hält Regel für sinnvoll

Allerdings bestehe laut Timm durchaus die Möglichkeit, dass der Landkreis selbst von sich aus die 15-Kilometer-Radius-Regel sofort vorschreibe. Davon habe er aber aktuell noch nichts gehört.

Unabhängig vom Zeitpunkt, in dem sie in Kraft tritt, hält Seenplatten-Landrat Heiko Kärger (CDU) die Kilometer-Beschränkung grundsätzlich für schwer kontrollierbar, aber sinnvoll. Die Leute dürften ja weiter zur Arbeit, zum Einkaufen und zum Arzt. Dabei ginge ihm die 15-Kilometer-Beschränkung noch gar nicht weit genug. „Wir müssen die Kontakte noch stärker einschränken. Es würde überall Home-Office gebraucht, wo das geht. Sonst könnten Firmen bald zu wenig Mitarbeiter haben”, betonte Kärger.

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Kommentare (2)

Am Ende des Monats sinds lässig 230 240 und dann? Geht's nirnoch 7.5 km weit raus? Lächerlich.

Ist ne kreisfreie Stadt. Erklärbar.