BIS WEIHNACHTEN

An MV-Schulen wird jetzt Fieber gemessen

Welchen Einfluss hat Fieber auf das Infektionsgeschehen an Schulen? Diese Frage soll in MV beantwortet werden.
Rund 150 Handmessgeräte werden für die Schulen zum Fiebermessen bereitgestellt (Symbolfoto).
Rund 150 Handmessgeräte werden für die Schulen zum Fiebermessen bereitgestellt (Symbolfoto). Ronny Hartmann
Schwerin.

An 19 Schulen in MV läuft jetzt bis zu den Weihnachtsferien ein Pilotprojekt, bei dem Schülerinnen und Schüler an Fiebermessungen teilnehmen können. In dem Pilotprojekt sollen Erfahrungen gesammelt werden, ob durch das Messen der Körpertemperatur von Schülerinnen und Schülern mit relevantem Fieberwert (ab 38 Grad Celsius) eine direkte Einflussnahme auf das Infektionsgeschehen an Schulen ermöglicht werden kann.

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„Wir wissen, dass Schulen keine Treiber der Pandemie sind. Aber das Virus kann in Schulen hineingetragen werden“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). „Deshalb ist es wichtig, alles dafür zu tun, dass die Schulen infektionsfrei bleiben und der tägliche Regelbetrieb aufrechterhalten werden kann.“ Mit dem Projekt soll auch getestet werden, wie sich das regelmäßige Fiebermessen auf den Schulalltag auswirkt und ob der organisatorische Aufwand für die Schulen zu leisten ist.

Ausschluss vom Unterricht ab 38 Grad Körpertemperatur

Die Ministerin forderte gleichzeitig alle Eltern erneut auf, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken, wenn sie fiebrige Erkältungssymptome aufzeigen. „Lieber das Kind einmal zu viel als einmal zu wenig zu Hause lassen. Ein solches Projekt ersetzt natürlich diese wichtige Verantwortung der Erziehungsberechtigten nicht“, sagte Martin.

Die Messungen im Rahmen des Pilotprojekts werden in den Schulen jeweils zu Beginn des Unterrichtstages durchgeführt. Schülerinnen und Schüler, die eine Körpertemperatur von mehr als 38 Grad haben, dürfen nicht am Unterricht teilnehmen. Sie werden unter Betreuung von den anderen Kindern getrennt und die Eltern informiert, damit das betroffene Kind sicher nach Hause kommt Die Messungen erfolgen freiwillig und nur nach vorheriger Einwilligung der Eltern.

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Für das Vorhaben hat das Land den beteiligten Schulen 150 Handmessgeräte und 15 stationäre Wandgeräte zur Verfügung gestellt. Die Kosten dafür betragen rund 18 000 Euro. Im Verbreitungsgebiet des Nordkurier nehmen die Grundschule Röbel, das Schlossgymnasium Gützkow, das Förderzentrum „Biberburg“ Anklam, das Berufliche Bildungszentrum Greifswald und die Johann-Heinrich-von-Thünen-Schule Jördenstorf teil.

Teilnehmende Schulen

  • Johann-Heinrich-von-Thünen-Schule Jördenstorf
  • Regionale Schule mit Grundschule - „Schule am See“ Satow
  • Grundschule Röbel
  • Erasmus-Gymnasium Rostock
  • CJD Christophorus-Schule Rostock
  • Jenaplanschule Rostock
  • Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen – „Johann-Heinrich-Pestalozzi“, Gadebusch
  • Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen –  „Anne Frank“, Schönberg
  • Förderschule Neuburg – Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
  • Grundschule am Mühlenteich Hagenow
  • Gymnasiales Schulzentrum Wittenburg
  • Schule am neuen Teich – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen Lübz
  • Regionale Schule „Tom Beyer“ Göhren
  • Regionale Schule mit Grundschule Zingst
  • Regionale Schule „Robert Koch“ Grimmen
  • Grundschule Ostseeblick Sassnitz
  • Förderzentrum „Biberburg“ Anklam
  • Schlossgymnasium Gützkow
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum (RBB) Greifswald

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Kommentare (1)

und nicht nur da - in ,,Allen,, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen/Behörden auch - sein 9 Monaten überfällig