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Ex-SS-Sanitäter

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Angeklagter dement: Auschwitzverfahren könnte scheitern

Dr heute 96 Jahre alte Hubert Z. arbeitete 1944 circa einen Monat als SS-Sanitäter im KZ Auschwitz.
Dr heute 96 Jahre alte Hubert Z. arbeitete 1944 circa einen Monat als SS-Sanitäter im KZ Auschwitz.
Bernd Wüstneck

Hubert Z. ist wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen angeklagt. Der Prozess gegen ihn ist mehrmals geplatzt – jetzt möglicherweise endgültig.

Das Gerichtsverfahren gegen einen früheren SS-Sanitäter aus dem Konzentrationslager Auschwitz droht in Neubrandenburg endgültig zu scheitern. Der Angeklagte Hubert Z. sei wegen fortschreitender Demenz nicht mehr in der Lage, seine Interessen vernünftig wahrzunehmen, seine Verteidigung angemessen zu führen und Erklärungen abzugeben oder entgegenzunehmen, teilte das Landgericht Neubrandenburg am Samstag mit. Zu diesem Ergebnis seien die als Sachverständige bestellten Psychiater in ihrem Gutachten gekommen.

Dem 96 Jahre alten Mann aus der Nähe von Neubrandenburg wird Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vorgeworfen. Er war laut Anklage im Sommer 1944 einen Monat als KZ-Sanitäter in Auschwitz tätig.

Ein Befangenheitsantrag zurückgenommen

Das Gutachten sei den Prozessbeteiligten zur Stellungnahme zugesandt worden, teilte ein Gerichtssprecher weiter mit. „Die Reaktion ist abzuwarten.”

Indes stellten die beiden Anwälte der Nebenkläger, Thomas Walther und Cornelius Nestler, klar, dass ihnen noch kein Gutachten vorliege. "Entgegen der Eilmeldung ist uns das Gutachten aber bisher nicht zugesandt worden", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Staatsanwaltschaft war am Sonntag nicht zu erreichen.

Das Gericht erklärte weiter, Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hätten Befangenheitsanträge teilweise zurückgenommen. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hatte Befangenheitsanträge gegen drei Richter der Schwurgerichtskammer und zwei weitere Richter gestellt. Sie hatte die Besorgnis, „dass die Richter eine innere Haltung eingenommen haben, die es ausschließt, dass sie das Verfahren mit dem gebotenen und unverzichtbaren Maß an Neutralität führen”. Nebenklage-Vertreter Walther stellte klar, dass lediglich ein Befangenheitsantrag zurückgenommen worden sei. Der Grund: Der betreffende Richter habe sich für eine "verbale Entgleisung" im November 2016 entschuldigt.

Verteidiger spricht von Justizskandal

Peter-Michael Diestel, Verteidiger von Hubert Z., geht davon aus, dass der Prozess gegen seinen Mandanten damit beendet ist. „Ein furchtbarer Justizskandal geht damit zu Ende“, sagte er.

Der Prozess war bereits im Herbst 2016 geplatzt. Das Landgericht wollte den Prozess mit Rücksicht auf die angeschlagene Gesundheit des Mannes 2015 gar nicht erst eröffnen. Das ordnete später aber das Oberlandesgericht in Rostock an.

Der Nordkurier begleitet den Prozess gegen Hubert Z. fortlaufend. Hier finden Sie eine Übersicht zu bereits erschienen Artikeln.

Kommentare (33)

Wo sind die Lokführer, die alle hingefahren hat die haben mitgeholfen alle haben nach Befehl gearbeitet alle vom 3. Reich haben dabei getragen auch die Baumeister. Freispruch Freispruch

Hoffe,dass für den Angeklagten diese endlose politische Prozess Posse ein Ende gefunden hat,wenn die Gegenseite nicht wieder das Gegenteil mit einem Gutachten belegen will. Nachdem ich in letzter Zeit viele Abhandlungen über die Nazis und deren Stellung nach dem Krieg im Fernsehen gesehen habe, finde ich diese Prozesse,wo nur die kleinsten Lichter noch vor Gericht gezerrt werden,einfach widerlich.

als Sanitäter in Ausschwitz ein Prozess? Er war Sanitäter für die Mannschaft der SS vom Stammlagers Ausschwitz und hat mit Sicherheit keinen einzigen Menschen dort umgebracht. Was hätte er denn tun sollen? Und was hättet ihr denn getan als Sanitäter der SS? Lasst den alten Mann in Ruhe!

In die SS kamen nur Freiwillige nach besonderer physischer, psychischer und weltanschaulicher Prüfung. Für KZ-Dienste wurden widerrum nur SS-Mitglieder genommen, die freiwillig und für die Ausbildung geeignet waren (z.B. höchste Priorität der Verschwiegenheit). Schliesslich ging es um Massenmord von Zivilisten ohne Gerichtsurteil. Für den KZ-Dienst gab es bei der SS keine befohlene Dienstversetzung. Da der Angeklagte vermutlich dement sein wird, hat das jahrelange Trauerspiel der Verschleppung dieses Falles durch das zuständige Gericht ein Ende.

Die Krematorien in die Luft sprengen?! Dieser einzelne junge Sanitäter konnte damals gar nichts gegen diese riesige Mordfabrik tun. Absolut gar nichts!

Ich will ja nicht wissen, wo der Opa und andere Verwante, im Krieg gedient hatten, unschuldig waren nur wenige

im Gericht.

Wer nicht mitgemacht hatte konnte sich mit in der Kolonne einreihen

Beispielsweise nicht in die SS eintreten.

Werter Herr Dörre, was Sie schreiben ist falsch! Dienst im KZ könnte sehrwohl befohlen werden, z. Bsp. für nicht mehr einsatzfähige (durch Verwundung etc.) Angehörige der Waffen SS. Eigentlich müssten alle Ihrer Denke nach angeklagt werden bis Bj. 28..... die Erbauer/ Erfinder der Gaskammern bzw des Gases....Reichsbahner...Lieferanten .etc. Die Konzerne die sich dämlich verdienten....sind heute noch gut unterwegs....teilweise dienten richtige Nazigrößen in beiden deutschen Staaten in höchsten Ämtern. Auch in der SED und Stasi! Der Mann hat seine Schuld bezahlt,mit Haft Polen.... Ende!

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article144067359/Hatten-SS-Mitglieder-damals-wirklich-keine-Wahl.html

Das Verfahren hat mit Justiz nichts mehr zu tun. Damals war es ein faschistischer Freisler heute ist es ein BRD-Richter. Das ist ein rein politisches Urteil, um damit jene Kräfte zufrieden zu stellen, die neben ihrer dicken Rente auch noch sonstige Vollversorgungen bis zum Lebendsende beziehen dürfen. Während das Existensfundament des Staates Israel immer weiter auf dem Holocaust ausgebaut wird, leben dafür andere Menschen in Deutschland bereits unter der Brücke. Ich kann nur hoffen, das für die 5.Generation von Holocaustüberlebene, dann noch ausreichend SS-Leute vor Gericht zur Verfügung stehen, ansonsten müssen noch die Leugner vor Gericht aushelfen!

... Israel immer weiter auf dem Holocaust ausgebaut wird, leben dafür andere Menschen in Deutschland bereits unter der Brücke." Was hat das Eine mit dem Anderen zuu tun?

Was es damit zu tun hat... weil wir Deutschen, das Rückrat und die Rückversicherung des Staates Israel sind! Ohne uns bricht dieser Staat im vorderen Orient zusammen. Von den Flüchtlingen die man in großen Schaaren ins Land geflutet hat, interessiert sich niemand für den Holocaust und es wird auch niemand von denen sich für irgend ein Greul der Deutschen entschuldigen, noch haben diese Menschen irgend ein Interesse für diesen Staat Steuern und Abgaben zu entrichten. Diese Nummer funktiniert nicht mehr. Ganz im Gegenteil, der heutige Antisemitismus kommt inzwischen immer mehr von muslimischen Flüchtlingen als von der deutschen Bevölkerung. So lange die inzwischen über 90-jährigen Rentner von der Waffen-SS und irgendwelche Holo-Leugner hier noch vor Gericht rumsitzen, kann diese Nummer weiter laufen. Eine weitere Rückversicherung ist, dass die BRD das dritte Reich heimlich weiter führt und die Weltfriedensverträge mit über 54 Nationen blockiert! Lesen sie mal das Buch von dem jüdischen Holocaustüberlebenden Prof. Norman Finkelstein -"Die Holocaust-Industrie"! Darin werden Fakten genannt, die die Politik hierzulande nicht hören möchte.

... was das Existenzrecht Israels mit deutschen Obdachlosen zu tun hat, haben Sie mit all Ihrem Geschwurbel trotzdem nicht beantwortet.

Ihre Frage wurde bereits mehrfach beantwortet, es geht um sehr viel Geld. Geld was hier fehlt um z.B. einen Obdachlosen ein würdevolles Leben zu geben.

Das Auswärtige Amt veranschlagte für 2016 einen Gesamtbetrag von 228 Millionen Euro für sogenannte BEG-Renten. Das ist im Verhältnis zum gesamten Bundeshaushalt von über 300 Milliarden Euro Peanuts. Der Staatshaushalt Israels betrug im gleichen Jahr rund 340 Milliarden Schekel, das sind ca. 85 Milliarden Euro. Ich kann jetzt immer noch nicht nachvollziehen, wo an dieser Stelle Zweifel am Existenzrecht Israels aufkommen können.

Norman Finkelstein ist 1953 geboren.

Er ist auch nur der Sohn von Holocaustüberlebenden. Wären seine Eltern in Ausschwitz gestorben würde es ihn heute nicht geben. Also seien sie froh das er seine Arbeit diesem Thema zu wenden kann!

ist ja nun auch alles andere als unumstritten. Vor allem hat das Ganze nichts mehr mit dem eigentlichen Artikel zu tun.

Die Richter haben es nicht miterlebt und haben nicht das Recht, zu richten und den Mund weit aufreißen

Die Richter haben es nicht miterlebt und haben nicht das Recht, zu richten und den Mund weit aufreißen

Die Richter haben im Grunde nie miterlebt, worüber sie urteilen. Dürfte es dann gar keine Verfahren mehr geben?

Ein 25 Jahre alter Richter kann nicht einschätzen was in der Kriegszeit war und kann nicht darüber richten Haben die Blockälteste immer richtig gehandelt das waren ja auch Insassen

kann darüber richten. Nach ihrer Logik könnte es nie irgendwo Verfahren gegen Kriegsverbrecher geben.

Dann müssten ja alle Wehrmachtsangehörige Kriegsverbrecher sein. Die halbe DDR Regierung war in der Wehrmacht und sind frei rumgelaufen und Stasi Mielke war ein Mörder und lief frei umher

Der Umgang mit diesem alten Mann entbehrt jeglicher Grundlage Charakters und Respekt- lasst ihn in Ruhe seien Bockwurst essen und sein Bier trinken - oder weist ihm Taten nach - Wasser dicht!!! Gegenthese: Welches pol. System, welche Gesellschaft, welcher Kanzler will die Verantwortung übernehmen für die ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer nach Merkels Aufforderung nach D zu kommen - ich bestimmt nicht!

...ist die Beihilfe zum Mord. Er war freiwillig im KZ als SS-Angehöriger (ebenfalls freiwillig). In der SS waren keine unterbelichteten Blödmänner, die nichtsahnend in einem Vernichtungslager ihren Dienst schoben. Dass Merkel wen auffordert nach Deutschland zu kommen, ist eine glatte Lüge. Nachwievor gibt es das Asylgesetz. Da wird niemand "aufgefordert". Man muss nur Gesetze kennen. Anscheinend kennen Sie als Deutscher die deutschen Gesetze nicht. Traurig!

Jetzt hört endlich auf euch darüber auszulassen​ und irgendwelchen Schwachsinn von euch zu geben Der alte Mann wurde in Polen schon verurteilt​und hat die Strafe abgesessen. Anwälte verdienen sich jetzt eine goldene Nase. Der gesamte schwachsinnige Prozess, wem auch immer er nutzen soll, kostet einen Haufen Geld. Steuergeld, von unseren bezahlten Steuern. Man kann dem Herrn nur wünschen, das er Demenz hat und von diesem Unsinn nichts mehr mitbekommt.

Der Mann wurde in Polen verurteilt und hat seine Strafe abgesessen für seine SS-Mitgliedschaft. Im vorliegenden Fall geht es um Beihilfe zum Mord. Dass die Zeit für ein "Schwamm drüber" noch nicht reif ist, zeigt unter anderem die hier geführte Auseinandersetzung.

Wenn man dem Herrn indirekte Beteiligung an Morden vorwirft, dann müsste im Nachgang auch alle Angehörigen der DDR Grenztruppen, ich betone alle, der Prozess wegen der Mauertoten gemacht werden. Die waren ja auch indirekt beteiligt. Da gibts andere Naziverbrecher die wirklich was auf dem kerbkolz hatte, die ungeschoren davon gekommen sind. Die waren sogar hochrangige Politiker und Wirtschaftsbosse. Adenauer hat dazu gesagt, man kann kein schmutziges Wasser wegschuetten, wenn man noch kein sauberes hat.

... war ohne Zweifel Unrecht. Auch andere Ereignisse der jüngeren europäischen Geschichte sind Unrecht gewesen. Sie können jedoch relativieren, was das Zeug hält: Mit einem staatlich gelenkten industriellen Massenmord ist keines davon vergleichbar. Der Mensch – ob als Individuum oder Teil einer Masse, ob aus eigenem Antrieb oder manipuliert - ist zu den übelsten Dingen fähig. Neigt dann aber dazu, die Verantwortung dafür nicht übernehmen zu wollen. Was passiert mit Menschen als Teil einer indoktrinierten Masse, dass sie sich derart fanatisieren und zum Teil einer Mordindustrie machen lassen? Ich finde diese Frage auch für die Zukunft nicht ganz unwichtig. Gebe jedoch auch all jenen Recht, die ohne Abwiegelung von Mittäterschaft bezweifeln, ob man diese Frage am Beispiel eines inzwischen 96Jährigen klären sollte. Andererseits gibt es auch immer noch Überlebende im gleichen hohen Alter, die ein persönliches Interesse an der Beantwortung dieser Frage haben. Was ich absolut nicht verstehen kann ist diese klammheimlich bis offen geäußerte Freude einiger Kommentatoren darüber, dass es zu diesem Prozess wohl nicht mehr kommen wird.

Der Satz fiel 1953 im Zusammenhang mit der Ernennung Globkes zum Staatssekretär. Inzwischen ist genug sauberes Wasser nachgelaufen. Ihn im Jahr 2017 noch als Ausflucht für die Nichtverfolgung von Naziverbrechen heranzuziehen, passt nicht mehr.