GERICHTSVERHANDLUNG

Angeklagter gesteht Entführung auf Usedom

Ein Mann hat auf der Insel Usedom eine Frau in den Kofferraum seines Autos gesperrt und fuhr mit ihr in den Wald in Richtung Polen. „Das Ganze war eine Kurzschlusshandlung”, sagte er nun vor Gericht.
dpa
Ein Foto von dem Polizeieinsatz auf der Insel Usedom.
Ein Foto von dem Polizeieinsatz auf der Insel Usedom. Tilo Wallrodt
Heringsdorf.

Im Prozess um die Entführung seiner ehemaligen Lebensgefährtin auf der Insel Usedom hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. „Das Ganze war eine Kurzschlusshandlung, ich war mit der Situation völlig überfordert”, erklärte der 48-Jährige am Mittwoch am Amtsgericht Greifswald. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vor.

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Der Angeklagte hatte die 45-Jährige, mit der er 2019 auf die Insel Usedom gezogen war, Mitte März in Korswandt in den Kofferraum seines Autos gedrückt und war mit ihr in ein Waldstück in Richtung Polen gefahren. Zeugen verständigten die Polizei, ein Großeinsatz lief an.

Frau schlug Heckscheibe ein

Die Frau konnte die Heckscheibe des Kombis einschlagen, wurde von dem 48-Jährigen aber an der Flucht gehindert. Der 48-Jährige fuhr sich im Wald fest und floh, als er einen Hubschrauber der Polizei hörte.

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Die Frau wurde befreit. Der Mann wurde in Polen gefasst. Sein mutmaßliches Opfer sollte am Nachmittag gehört werden – unter Ausschluss des Angeklagten und der Öffentlichkeit.

(AZ: 332 Ls 31/20)

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