PROSTITUIERTEN-PROZESS

Angeklagter wollte jemandem wehtun

Ein Rostocker soll im Oktober und Januar zwei Prostituierte schwer verletzt haben. Jetzt hat seine Ex-Freundin vor Gericht ausgesagt.
dpa
Fortsetzung im Totschlagsprozess vor Rostocker Landgericht: Ex-Freundin vom Angeklagten sagt aus.
Fortsetzung im Totschlagsprozess vor Rostocker Landgericht: Ex-Freundin vom Angeklagten sagt aus. Stefan Tretropp
Rostock.

Im Prozess gegen einen 28 Jahre alten Rostocker wegen zweifachen versuchten Totschlags an zwei Prostituierten ist die Ex-Freundin des Angeklagten vernommen worden. Ihr habe er kurz nach der ersten Tat gesagt, „dass er jemandem wehtun wollte”, berichtete die 23-Jährige am Mittwoch im Landgericht Rostock. Sie hatte sich nach dem ersten Vorfall von ihm getrennt und schilderte ihn als rücksichtsvollen, hilfsbereiten und liebevollen Menschen. „Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass er niemandem etwas antut”, sagte sie.

Dem Auszubildenden wird zur Last gelegt, im Oktober 2018 eine 33-Jährige und im Januar 2019 eine 40-Jährige in seiner Wohnung gewürgt und mit einem Messer verletzt zu haben. Beide Opfer hatte er über eine Internet-Plattform kontaktiert und eingeladen. Das erste Opfer konnte schwer verletzt zu Nachbarn fliehen und die Polizei alarmieren. Damals blieb der Angeklagte auf freiem Fuß.

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