VORWURF DER TIERQUÄLEREI

Angler sehen sich als Opfer von Peta-„Hetzjagd“

Die Tierrechtsorganisation Peta nimmt die Anglerschaft in MV ins Visier und droht mit Strafanzeigen. Der Anglerverband beklagt eine systematische Hetzjagd.
Ralph Sommer Ralph Sommer
„Fische sind kein Spielzeug, sondern empfindliche Lebewesen“, so Peta-Referentin Tanja Breining.
„Fische sind kein Spielzeug, sondern empfindliche Lebewesen“, so Peta-Referentin Tanja Breining. Jens Büttner
Stralsund.

Geht es nach der Tierrechtsorganisation Peta, dann müssten die schätzungsweise 100.000 Angler in Mecklenburg-Vorpommern künftig auf ihr Hobby verzichten. „Fische sind kein Spielzeug, sondern empfindliche Lebewesen“, sagt Peta-Referentin Tanja Breining. „Von dem Moment an, in dem sich der Angelhaken durch den Mund der Fische bohrt, empfindet das Tier nicht nur Schmerzen, sondern leidet auch unter Todesangst und Sauerstoffmangel.“

Tiere seien nicht dazu da, gegessen zu werden und auch nicht, damit sie Menschen unterhalten, ergänzt Edmund Haferbeck, Chef der Peta-Wissenschafts- und Rechtsabteilung. Beides geschehe in Anglerkreisen: Reines Freizeitvergnügen, Tierquälereien und Verspeisen der Tiere.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen „Bootstreffen"-Organisator

Inzwischen geht der Tierschutzverein auch juristisch gegen Angler vor, die Fische fangen und anschließend wieder freilassen. Der Rostocker Rapper Marteria war bereits zu 5000 Euro Bußgeld verurteilt worden, nachdem er in einem Internet-Video einen gefangenen Karpfen präsentiert und anschließend wieder zurück ins Wasser entlassen hatte.

Seit Januar ermittelt zudem die Staatsanwaltschaft Rostock gegen den Organisator des Warnemünder „Bootstreffens für einen guten Zweck“, bei dem es laut Peta nur darum gegangen sei, möglichst große Fische zu angeln. Damit werde die Anglerschaft im Nordosten kriminalisiert, protestiert Wolfgang Schoknecht, der ähnliche Angelveranstaltungen organisiert und in Wittenbeck (Landkreis Rostock) ein privates Angelmuseum betreibt.

Antrag zur Änderung des Fischereigesetzes geplant

Angler würden wie Verbrecher behandelt, sagt der leidenschaftliche Angler, der sich an den Landtag gewandt hat, um die Angelfischerei im Nordosten zu schützen. Doch vorerst wiegeln die Parteien ab, wollen den Eindruck der Einflussnahme in ein laufendes Verfahren unbedingt vermeiden. Die Angler bräuchten Rechtssicherheit, fordert Ralf Borschke (Bürger für Mecklenburg-Vorpommern), der im Landtag einen Antrag zur Änderung des Fischereigesetzes einbringen will.

Ähnliche Pläne verfolgt die Linke, die sich im Rechtsausschuss der Problematik annehmen will. Gemäß Fischereigesetz liege ein verbotenes Wettfischen eben nur dann vor, wenn der Wettkampf der einzige Zweck des Fischens sei und das Fanggut nicht verwertet werden soll, sagt die rechtspolitische Sprecherin der Linken, Jacqueline Bernhardt.

Peta betreibe eine Hetzjagd auf Angler, kritisiert der Präsident des Landesanglerverbandes, Karl-Heinz Brillowski. Geschäftsführer Axel Pipping hält es für unverhältnismäßig, wenn Anzeigen wie gegen den Warnemünder Angelveranstalter in so „überbordender Art und Weise“ nachgegangen werde.

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Kommentare (3)

diese Lobbiysten sollen sich mal darum kümmern wie Tierschutz und Umweltschutz auf der südlichen Halbkugel praktiziert wird - bzw. in den Ländern wo unsere Neufachkräfte herkommen

Diese PETA Menschen ( man müsste eigentlich einen anderen Ausdruck benutzen) sollen sich schnellstens beim Psychiater vorstellen, vielleicht kann der noch helfen. Fisch gehört wie Fleisch zu den Grundnahrungsmitteln. Seid der Uhrzeit wird Fisch gefangen zum Zwecke der Ernährung. Über diese Leute kann man nur den Kopf schütteln und sollte sie von der Öffentlichkeit fernhalten. Fanatische Beschränktheit.

Die Angler jagen die Fische- und bedauern sich auch noch selbst als Opfer, sobald es jemand wagt, sich ihrem blutrünstigen Hobby entgegenzutreten. PETA, lasst euch nicht einschüchtern!