Der 24-Jährige soll die sein Opfer erstochen haben.
Der 24-Jährige soll die sein Opfer erstochen haben. Nicolas Armer
Staatsanwaltschaft

Anklage nach mutmaßlichem Messermord an 66-Jähriger bei Schwerin

Ein junger Mann soll in die Wohnung einer 66-Jährigen eingebrochen zu sein, um sie zur Rede zu stellen. Am Ende war sie tot. Der 24-Jährige ist aber nicht der einzige Angeklagte.
dpa
Schwerin

Nach dem gewaltsamen Tod einer 66 Jahre alten Frau hat die Staatsanwaltschaft in Schwerin Anklage gegen zwei Männer erhoben. Einem 24 Jahre alten Mann wird Mord aus Habgier in Tateinheit mit schwerem Raub mit Todesfolge vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Ein 21 Jahre alter Mann soll die Tat teilweise beobachtet und mögliche Hilfe nicht geleistet haben, weshalb er wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt wurde.

Tödliche Messerstiche

Der 24-Jährige soll sich Anfang Januar gewaltsam Zutritt zur Wohnung der Frau in Friedrichsmoor südöstlich von Schwerin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) verschafft haben. Dort wollte der mutmaßliche Täter die Frau wegen eines wenige Tage zuvor erfolgten Polizeieinsatzes zur Rede stellen und ihr Auto stehlen, um es hinterher zu verkaufen. Als die Frau versuchte, ihre Wohnung zu verlassen, soll der Mann mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Die 66-Jährige starb demnach noch am Tatort.

Weiterer Straftat am selben Abend

Beiden Angeschuldigten, die deutsche Staatsbürger sind, wird zudem ein gemeinschaftlich begangener schwerer Raub vorgeworfen. Sie sollen am selben Abend bereits einen weiteren Bewohner des Hauses unter Androhung von Gewalt Getränke und Geld gestohlen haben.

Laut Staatsanwaltschaft drohen bei Raub mit Todesfolge mindestens zehn Jahre Freiheitsstrafe, bei unterlassener Hilfeleistung eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Haft.

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