Einhufer-Blutarmut

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Ansteckende Pferde-Krankheit in Mecklenburg ausgebrochen

So gemütlich wie diese Pferde haben es die Artgenossen im Sperrbezirk jetzt nicht: Sie müssen im Stall bleiben.
So gemütlich wie diese Pferde haben es die Artgenossen im Sperrbezirk jetzt nicht: Sie müssen im Stall bleiben.
ZB

Ein Virus geht um: Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist die Einhufer-Blutarmut festgestellt worden. Die kann für Pferde, Zebras und Esel böse Folgen haben.

Die für Pferde lebensgefährliche, ansteckende Einhufer-Blutarmut ist in Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) festgestellt worden. Nach dem Nachweis durch das Nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts wurde ein Sperrbezirk eingerichtet, wie das Landratsamt am Mittwoch in Parchim mitteilte.

Der Fall von ansteckender Blutarmut der Einhufer sei der erste nach mehreren Jahrzehnten in Mecklenburg-Vorpommern. Für Pferde und andere Einhufer sei die durch Viren verursachte Erkrankung lebensbedrohlich, für den Menschen aber ungefährlich.

Tiere im Sperrbezirk müssen im Stall bleiben

Die Übertragung erfolgt dem Sprecher zufolge hauptsächlich durch blutsaugende Insekten. Im Falle eines Ausbruchs würden infizierte Tiere getötet und ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens einem Kilometer um den Betrieb des erkrankten Pferdes festgelegt. In dem Sperrbezirk müssen Einhufer im Stall bleiben. Zudem werden die Tiere einschließlich eines Bluttest klinisch untersucht.

Im vergangenen Jahr seien in anderen Bundesländern 14 Fälle dieser Tierseuche festgestellt worden. Neben Pferden gehören auch Zebras und Esel zu den Einhufern.