ZWEI FESTNAHMEN

Anti-Terror-Razzien in Norddeutschland

Die Polizei hat am Mittwoch Wohnungen in Hamburg, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Offenbar geht es um Terror-Finanzierung.
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
dpa
Zwei Männer wurden festgenommen.
Zwei Männer wurden festgenommen. Christian Charisius
 Bei den Durchsuchungen wurden größere Bargeldbeträge gefunden.
Bei den Durchsuchungen wurden größere Bargeldbeträge gefunden. Christian Charisius
 Ein Mann wird von Polizisten aus einem Haus geführt.
Ein Mann wird von Polizisten aus einem Haus geführt. Christian Charisius
In Hamburg, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrere Wohnungen durchsucht.
In Hamburg, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrere Wohnungen durchsucht. Markus Kleinknecht
Flensburg.

In Hamburg, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen durchsucht worden. Ein Sprecher der Hamburger Polizei bestätigte, dass die Beamten in der Hansestadt gegen Tatverdächtige im Einsatz waren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Flensburg wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 16 Objekte durchsucht. Das Ermttlungsverfahren richte sich gegen elf Beschuldigte, zehn Männer und eine Frau. Ihnen werde vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben. Sie sollen von Dezember 2018 bis Juli 2019 größere Finanztransaktionen durchgeführt haben. 

Das Geld soll ins Ausland verschoben worden sein und die Beteiligten sollen dafür Provisionen kassiert haben. Es soll sich um Summen im sechsstelligen Bereich gehandelt haben, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt. Die Herkunft des Geldes ist derzeit nicht bekannt. "Wir prüfen auch, ob ein Verdacht auf Terrorfinanzierung vorliegt", sagte Stahlmann-Liebelt.  Das Geld sei mutmaßlich in mehrere Länder geflossen.

Zwei der Beschuldigten - zwei Männer aus Syrien im Alter von 34 und 37 Jahren - wurden bei den Razzien festgenommen. Gegen sie lag ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Sie sollten dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben der Leitenden Oberstaatsanwältin größere Bargeldbeträge gefunden. Was die Ermittler noch alles sicherstellen, konnte sie zunächst nicht sagen. In welchen Orten genau die Razzien stattfanden, wollte die Staatsanwaltschaft auch auf Nachfrage nicht mitteilen.

Der Artikel wurde am 11.09.2019 mehrfach aktualisiert.

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