Mehr Helene Fischer, mehr Matthias Reim, mehr Andrea Berg – fordern die Mitglieder der Bürgerinitiative von NDR 1 Radio MV.
Mehr Helene Fischer, mehr Matthias Reim, mehr Andrea Berg – fordern die Mitglieder der Bürgerinitiative von NDR 1 Radio MV. t. reckmann
Schlager-Streit eskaliert

Anzeige gegen NDR-Spitze

Die sogenannten Radiorebellen haben bei ihrem Kampf um mehr deutsche Musik harte Bandagen angelegt und die NDR-Führung wegen Diskriminierung angezeigt.
Neubrandenburg

Die Bürgerinitiative „Für mehr deutsche Musik im Radio“ hat bei der Staatsanwaltschaft Schwerin gegen die Direktorin des Landesfunkhauses, Elke Haferburg, und den Chefredakteur von NDR 1 Radio MV, Joachim Böskens, eine Anzeige wegen Diskriminierung erstattet.

Zur Begründung heißt es unter anderem, dass der Sender im Tagesprogramm rund 80 Prozent Musik in englischer Sprache ausstrahle. Dadurch würden sich viele Menschen durch das Musikprogramm des NDR 1 Radio MV ausgegrenzt und „diskriminiert“ fühlen.

NDR-Chefredakteur Joachim Böskens konnte sich dazu noch nicht äußern, da er bisher keine offiziellen Dokumente erhalten habe.

Eine solche Quote, wie von der Bürgerinitiative gefordert, verstieße nach Einschätzung des Mirower Rechtsanwalts Harald Urban sogar gegen die verfassungsmäßig garantierte Programmfreiheit der Sender und würde europäischen Grundsätzen widersprechen.

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