In diesen Tagen fallen die Würfel für die Beiträge der Krankenkassen im kommenden Jahr.
In diesen Tagen fallen die Würfel für die Beiträge der Krankenkassen im kommenden Jahr. Jens Kalaene
gesetzliche Krankenversicherung

AOK Nordost dreht an der Beitragsschraube

Die größte Krankenkasse im Nordosten wird im kommenden Jahr teurer und nennt dafür ihre Gründe. Was machen die anderen großen Anbieter?
Neubrandenburg

Neubrandenburg. Die mit mehr als 1,7 Millionen Mitgliedern größte gesetzliche Krankenkasse im Nordosten erhöht ab Januar ihre Beiträge. Der Verwaltungsrat habe die Anhebung des Zusatzbeitrages um 0,2 Prozentpunkte beschlossen, teilte die Krankenkasse mit. Damit würde der Gesamtbetrag bei MV, Brandenburg und Berlin im neuen Jahr bei 16,3 Prozent liegen, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Rentner und Rentenkasse teilen müssen. Damit gehört die AOK Nordost neben der AOK Nordwest zu den teuersten Allgemeinen Ortskrankenkassen in Deutschland.

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Als Grund für den Beitragsanstieg nannte die AOK unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie. Darüber hinaus habe die Politik in den zurückliegenden Jahren durch zahlreiche Gesetze die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung nach oben getrieben und dabei massiv in die Rücklagen der Beitragszahler bei den Krankenkassen gegriffen, sagte Elmar Stollenwerk, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Nordost für die Arbeitgeber.

Nach Angaben der AOK-Vorstandsvorsitzenden Daniela Teichert müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei einem Bruttoeinkommen von 2000 Euro monatlich zwei Euro zusätzlich zahlen.

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Der bundesweit durchschnittliche Beitragssatz liegt 2022 bei 15,9 Prozent. Während die Barmer erst heute über ihren Beitrag entscheiden will, hat die ebenfalls in der Region stark verbreitete DAK angekündigt, im kommenden Jahr ihren Beitrag bei 16,1 Prozent konstant halten zu wollen.

 

 

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