Arbeitsagentur Nord: „In Mecklenburg-Vorpommern hat sich, wie schon im Vormonat September, auch im Oktober die positive
Arbeitsagentur Nord: „In Mecklenburg-Vorpommern hat sich, wie schon im Vormonat September, auch im Oktober die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fortgesetzt.” Carsten Rehder / Symbolbild
Arbeitslosen-Zahlen

Arbeitsmarkt in MV entwickelt sich positiv

„Die Herbstbelebung ist robust”, heißt es von der Arbeitsagentur Nord. So ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern im Oktober weiter gesunken - Erholung auf breiter Front. Ein Wermutstropfen bleibt.
dpa
Schwerin

Die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern ist im Oktober in allen Gruppen gesunken. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres gebe es 6800 Jobsuchende weniger und damit 54.600, hieß es von der Arbeitsagentur Nord am Donnerstag. Das sei ein Rückgang um 11 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat September lag der Rückgang bei 2,8 Prozent. Zum Vorkrisenniveau aus dem Oktober 2019 fehlen damit laut Margit Haupt-Koopmann von der Arbeitsagentur Nord nur noch 1100 Beschäftigte mehr. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober bei 6,7 Prozent nach 6,9 Prozent im September und 7,5 Prozent im Oktober 2020.

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"Die Herbstbelebung ist robust. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich, wie schon im Vormonat September, auch im Oktober die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fortgesetzt. So sind im Vergleich zum Vormonat die Arbeitslosenzahlen aller Alters- und Personengruppen gesunken - ob unter 25 oder über 55, ob langzeitarbeitslos, mit gesundheitlichem Handicap oder Ausländer", kommentierte Haupt-Koopmann die Zahlen.

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Ein Wermutstropfen bleibe die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die mehr als ein Jahr auf Jobsuche sind: Laut Haupt-Koopmann hat sich deren Anteil an den Arbeitslosenzahlen von ungefähr einem Drittel vor der Corona-Pandemie auf nun rund 45 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Oktober 2019 gebe es nun 6200 Langzeitarbeitslose mehr, auch zum Vorjahr liegt die aktuelle Zahl den Angaben zufolge um 2100 Personen höher.

Durch Corona stagniert der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

Grund dafür sei die Corona-Pandemie, die den zuvor erreichten Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ein stückweit umgekehrt habe. Laut der Arbeitsagentur Nord sei jedoch auch hier Besserung erkennbar: Im März waren noch 7400 Menschen mehr langzeitarbeitslos als im März 2019.

Im Oktober hat sich außer der Arbeitslosigkeit insgesamt auch die Beschäftigung und die Zahl der Kurzarbeiter positiv entwickelt. Nach den aktuellen Zahlen zu den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus dem August hat sich deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent erhöht. Wie Haupt-Koopmann ausführte, liegt die Zahl mit 582.900 sogar höher als im August 2019. Vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen habe dazu beigetragen, hier seien innerhalb von zwei Jahren 5200 Beschäftigungsverhältnisse geschaffen worden.

Die Zahl der Kurzarbeitenden ging zurück, sie lag nach den jüngsten Daten aus dem Juli bei 11.800 Beschäftigten. Um abzuschätzen, wie sich die Lage entwickelt, kann man die Zahl der Beschäftigten betrachten, die von Unternehmen für die Kurzarbeit angemeldet wird: Von 723 im September stieg sie auf 1162 Beschäftigte im Oktober.

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