AfD-Politiker

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Arppe geht mit Schmähschrift auf die Linken los

Holger Arppe (AfD) hatte ursprünglich angekündigt, seine Partei zu verlassen.
Holger Arppe (AfD) hatte ursprünglich angekündigt, seine Partei zu verlassen.
Daniel Reinhardt

Holger Arppe (AfD) macht mobil. Ziel seiner wütenden Worte sind die Linken und ihr Landtagsabgeordneter Peter Ritter. Gewalt spielt eine Rolle.

Der AfD-Politiker Holger Arppe aus Rostock hat sich nach langem Schweigen wieder zu Wort gemeldet. Auf seiner Internetseite animiert er indirekt zur Gewalt gegen Andersdenkende. Unter der Überschrift „Gewaltphantasien und die Verlogenheit der Linken” schreibt Arppe: „Ich prognostiziere es nur ungern, aber nachdem, was wir hier in Rostock im jüngsten Wahlkampf erleben mussten, kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Linksextremisten auch vor politischen Morden nicht mehr zurückschrecken.”

Sein Fazit: „Mit netten Worten, Freundlichkeit und Kooperationsbereitschaft ist es hier nicht getan. Wer gegen die Che Guevaras von heute siegen will, muss sie notfalls mit ihren eigenen Waffen schlagen.” Arppe nimmt Bezug auf ein Faltblatt der Linksfraktion im Landtag mit einem Konterfei Che Guevaras und greift Linken-Abgeordneten Peter Ritter persönlich an. Mit Zitaten des kubanischen Revolutionärs versucht der AfD-Politiker, die Gewaltbereitschaft Che Guevaras zu belegen und unterstellt Ritter und den Linken die selbe Geisteshaltung. Ritter reagierte zunächst auf Twitter auf die Vorwürfe:

Parteiausschlussverfahren eingeleitet

Arppe hatte schon Ende August bundesweit Aufsehen erregt. Damals waren Internet-Chats mit Aufrufen zur brutalen Gewalt gegen Andersdenkende und kinderpornographischen Fantasien bekanntgeworden, die dem AfD-Politiker zugeschrieben werden. Unter anderem hieß es laut NDR in den Chats, dass „das rot-grüne Geschmeiß auf den Schafott geschickt” werden sollte. Arppe schreibe zudem davon, Gegner „an die Wand zu stellen”, „eine Grube auszuheben” und „Löschkalk obendrauf zu streuen”.

Der AfD-Landesvorstand hat mittlerweile ein Parteiausschlussverfahren gegen Arppe eingeleitet, nachdem dieser die Partei nicht selbst verlassen hat. Ursprünglich hatte der Rostocker diesen Schritt angekündigt. Nach Informationen des Nordkurier sammelt er aber derzeit in der Partei erneut Unterstützer um sich und denkt offenbar über ein Comeback nach.