CORONAVIRUS

Astrazeneca-Impfstoff auch in MV nur noch für über 60-Jährige

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca soll auch in MV nur noch an über 60-Jährige verabreicht werden. Ursache sind erneut Bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen.
dpa
Impfen mit Astrazeneca in einer Hausarztpraxis in Neubukow (Archivbild)
Impfen mit Astrazeneca in einer Hausarztpraxis in Neubukow (Archivbild) Jens Büttner
Schwerin ·

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird auch in Mecklenburg-Vorpommern nur noch für Personen genutzt, die über 60 Jahre alt sind. Das Land folge damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), teilte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstagabend nach Beratungen mit seinen Amtskollegen in Bund und Ländern mit. Dafür müssten die Terminplanungen teilweise angepasst werden. „Oberste Priorität ist es, das Impfen weiter am Laufen zu halten und weitere Impftermine zu vergeben“, betonte der Minister.

Probleme bei der Kühlung und Unklarheiten beim Einsatz des Astrazeneca-Wirkstoffs hatten im Nordosten zuvor schon für Verzug beim Impfen gesorgt. Laut Glawe sollen die in den Impfzentren bereits vereinbarten Termine möglichst beibehalten werden. „Dort wo Astrazeneca für unter 60-Jährige vorgesehen war, werden diese nun auf Biontech/Pfizer oder Moderna umgebucht“, kündigte der Minister an.

Risiko vor Hirnvenenthrombosen

Hintergrund für die neuerliche Diskussion um den Impfstoff sind Hirnvenenthrombosen, die zuletzt im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen aufgetreten waren, vorwiegend bei Frauen unter 55 Jahren. Darauf hatte die Impfkommission regiert.

In Deutschland sind laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang 31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach der Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut berichtete. Nach dem Tod einer 49 Jahre alten Frau in Rostock sollte eine Obduktion zeigen, ob es auch in diesem Falle einen Zusammenhang mit der Corona-Impfung gab.

Weiterlesen: Mediziner aus Rostock plädiert für Ausgangsbeschränkungen

166.000 Menschen in MV mit Erstimpfung

Laut Glawe hat Mecklenburg-Vorpommern bislang rund 312.000 Impfdosen erhalten: 213.500 von Biontech/Pfizer, 21.600 von Moderna sowie 76.800 von Astrazeneca. 166.000 Menschen hätten eine Erstimpfung bekommen, 72.000 auch schon die erforderliche Zweitimpfung, vorwiegend mit Biontech. Zur Zweitimpfung für Menschen, die als erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, will die Impfkommission bis Ende April eine Empfehlung geben.

31 Fälle von Blutgerinnseln bekannt

Als Grundlage für ihre Empfehlung nennt die Stiko derzeit verfügbare Daten zum Auftreten „seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“. Diese seien 4 bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten, teilte das beim Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Gremium mit. Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und einige Kommunen hatten Astrazeneca-Impfungen bereits für unter 60-Jährige ausgesetzt. In Deutschland sind bisher 31 Fälle solcher Blutgerinnsel nach Impfungen mit Astrazeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete.

Jüngere Menschen unter 60, die schon die erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, haben laut dem Beschluss zwei Möglichkeiten: Sie können auch die Zweitimpfung von Astrazeneca bekommen, nach Rücksprache mit dem Arzt, „sorgfältiger Aufklärung“ und „individueller Risikoanalyse“. Zweite Option: Die Betroffenen warten auf eine Stiko-Empfehlung zur Zweitimpfung, die voraussichtlich bis Ende April vorlegen soll.

Die ersten Zweitimpfungen mit Astrazeneca sind laut Stiko nach der empfohlenen Wartezeit von zwölf Wochen und dem Impfstart des Vakzins im Februar für Anfang Mai vorgesehen. Laut Gesundheitsministerkonferenz prüft die Kommission, ob eine weitere Impfung mit einem anderen Impfstoff eine mögliche Option ist. In jedem Fall werde sichergestellt, dass alle Zugang „zu einem Impfschema mit in der EU zugelassenen Impfstoffen haben werden, um eine volle Schutzwirkung zu erreichen“. Wenn Menschen unter 60 sich gemeinsam mit einem impfenden Mediziner für Astrazeneca entscheiden, sollen diese Impfungen grundsätzlich in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erfolgen, heißt es im Beschluss der Gesundheitsminister weiter.

Deutschland – und zahlreiche andere Staaten – hatten die Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff bereits Mitte März vorübergehend ausgesetzt. Danach aber wurde das Präparat wieder verabreicht. Zuvor hatte auch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA die Sicherheit des Vakzins bekräftigt, auch die Stiko hatte sich für eine weiteren Einsatz den Mittels ausgesprochen. Anfangs war der Impfstoff in Deutschland nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen worden, da für Ältere nicht genügend Studiendaten verfügbar waren.

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Kommentare (9)

Das kann doch alles nicht wahr sein. Da wird irgendetwas ausprobiert was nicht Hand und Fuß hat. Dann werden die Zeiten zwischen den Impfungen Willkürlich gestreckt soll und darf das so sein? Da wird es noch viele Klagen geben wartet es ab.

Nun scheinbar kein Problem.
Das Zeug muß eben weg, allen Warnungen von Bhakdi, Hockertz und Wodarg....zum Trotz.

Mal abwarten, was und ob die schlauen Uni- Ärzte etwas dazu erklären.

Die Aggregation mit Hemmern behandeln.
Fertig. Hat bei 27 von 31 Personen geklappt. 4 Ärzte müssen zur Schulung.

1. In der Zulassungsstudie lagen noch nicht ausreichend Daten zu über 60jährigen vor. Deshalb zunächst nur Jüngere.
2. Bei letzteren waren weltweit 9 Sinusvenenthrombosen festgestellt worden. In der Risikoabwägung deshalb erst einmal weiterimpfen.
3. Nun zeigen die Daten, dass die Impfung bei über 60jährigen wirkt und die extrem seltenen Nebenwirkungen mit 29 von 31 nur junge Frauen betreffen. Deshalb die aktuelle Entscheidung. Bei Novaminsulfon, dem dritthäufigsten Schmerzmittel in Deutschland ist das Risiko schwerer Nebenwirkungen übrigens fast 10mal höher!

Gab Stütze wa? Hast dein Telefon aufgeladen damit du hier wieder deinen Müll verbreiten kannst. Lass dich mit Astrazenica voll pumpen. Vielleicht schaffst es ja.

Sie sagen es.

Impfstoffsicherheit? Öffentl.Anhörung - Gesetzesvorschläge zur Immunisierung|Seymour|Beacon F.|Derby

Kulturstudio

Bei diesen Genmanipulationen, denn von Impfstoff kann man hier nicht reden, wissen doch nun alle Mediziner, daß es ein großangelegter Menschenmassentest ist.

... Impfstoff "AstraZenica" wurde umbenannt und heißt jetzt " Vaxzevria" Das geschah schon am 25 März 2021 und warum wird da noch die alte Bezeichnung verwendet?

Auf der Webseite der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) wird sogar nur noch diese Bezeichnung verwendet.

Eine offizielle Erklärung des Herstellers fehlt.

Ein jeder möge die Frage für sich beantworten.

Hier mal ein Gastbeitrag, was vor allem die ältere Bevölkerung in den Heimen betrifft, nachzulesen auf Reitschuster.de:

Ein Gastbeitrag von Ulrich Thurmann

Die Corona-Maßnahmen der derzeit Regierenden sollen großes Unheil verhindern. Es geht um Krankheit und Tod so vieler Menschen, dass nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch das wirtschaftliche und soziale System weitgehend zusammenbricht. Das rechtfertigt die schwersten, in dieser Art seit Kriegsende nicht dagewesenen Einschränkungen der verfassungsmäßigen Rechte. Massivste Schädigungen der Erziehung und Ausbildung, der Psyche, des sozialen Zusammenhalts, der kleinen Unternehmer, des Mittelstands, der Großunternehmen, des Kulturlebens, der Lebensgrundlagen von Millionen in den Entwicklungsländern, der Demokratie, des friedlichen Zusammenlebens müssen veranlasst werden, um Menschen vor Tod und Krankheit zu retten.

Wer sind diese so stark bedrohten Menschen, deretwegen alles stillstehen muss? Einer von ihnen bin ich. Die Gefährdeten sind weit überwiegend über 80 Jahre Alte. Jüngere sind weniger, Junge nur ganz selten gefährdet.

Wie fühle ich mich angesichts der Anstrengungen, die die derzeit Regierenden zu meiner Rettung unternehmen? Ich fühle mich beschissen. Ich sehe nicht, dass meinetwegen die Welt stillstehen muss. Ich gehöre zu den Höchstgefährdeten mit meinen 84 Jahren. Gefährdet bin ich aber nicht nur durch Corona, sondern aufgrund meines Alters schon ganz allgemein durch etwas, das sich Tod nennt. In meinem Alter denkt man an den Tod als etwas Normales, Tägliches, das jederzeit geschehen kann. Ich kenne Altersgenossen, die sich aus Angst, einige Monate oder Jahre früher zu sterben als sowieso zu erwarten, in ihren Wohnungen einschließen und sich das Essen bringen lassen. Sie hören aus Angst vor dem Tod auf zu leben.
Tot auch ohne Corona

Der Tod ist in meinem Alter nichts Abstraktes mehr, wie noch in der Jugend. Ich habe sehr viele Menschen gekannt. Fast alle diese Menschen sind tot – auch ohne Corona: nach schwerer Krankheit, durch Unfälle, durch Selbstmorde (erstaunlich viele), durch Alter oder auch einfach so, wie mein Schwager in Dublin, der fröhlich seiner Frau den morning tea ans Bett brachte, wie es sich in Irland gehört, sich aufs Bett setzte, sagte „mir ist plötzlich so komisch“, und tot umfällt. Wenn ich heute irgendwo in meiner Gegend unter viele Menschen gehe, kenne ich keinen einzigen mehr. Ich gehe durch die Menschen wie ein Geist, den keiner sieht. Aber ich nehme das Leben halt so, wie es kommt.

Ich selbst bin durch Alter und die üblichen Krankheiten (bei mir ist es eine Herzoperation und die Lunge, bei meiner Frau Parkinson und die Beine) nicht mehr taufrisch, aber im Kopf noch klar. Ich habe als ehemaliger Staatsbeamter meine Pension, wir pflegen unter Berücksichtigung von Vorsichtsmaßnahmen unser familiäres und soziales Leben. Großer Kummer packt mich, wenn ich mir die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf das Leben und die Zukunft der Millionen vor Augen halte, die in den oben genannten Bereichen derzeit den Zusammenbruch ihrer Lebenspläne erleben und die nicht wie ich oder die derzeit Regierenden in ihrem Einkommen überhaupt nicht betroffen sind.

Das führt mich zu dem großen Geheimnis, was sich die derzeit Regierenden bei ihren Maßnahmen und besonders bei deren Auswirkungen auf die betroffenen Menschen gedacht haben. Sie gehen damit so eigenartig um, dass sich bei mir die Gewissheit gefestigt hat, dass sie sich gar nichts gedacht haben. Die (fehlenden) Antworten auf die Fragen, die z.B. Boris Reitschuster regelmäßig auf der Bundespressekonferenz stellt, sind ein massiver Hinweis darauf. Wenn sie sich etwas gedacht hätten, müsste es ja abgreifbar sein.
Ungeheuerliche Schädigungen

Die Schädigungen durch die Maßnahmen sind so ungeheuerlich, dass die Gefahr, der man mit ihnen begegnen will, noch viel größer sein müsste. Sie müsste so groß sein, dass man die massiven Eingriffe in Kauf nimmt: die Zerstörungen durch die Maßnahmen, so groß sie auch sein mögen, wären einfach nötig zum Schutz – ja zum Schutz wessen? Zum Schutz der von Corona fast ausschließlich betroffenen sehr alten Menschen (überwiegend mit Vorerkrankungen).

Ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass ich als „Schutzgut sehr alter Mensch“ nicht durch diese Politiker geschützt werden möchte, die besser wissen als ich, was für mich gut ist. Ich bin völlig zufrieden, meinen Weg zu Ende zu gehen und im Krankheitsfall auf die Menschen und Einrichtungen zu vertrauen, die ich kenne und die sich auskennen. Wenn es dann trotzdem zum Ende geht, kann ich sterben in der Gewissheit, dass meinetwegen keine Vielzahl von Menschen leiden muss.

Ich habe das alles nicht gewollt.