Foto von ISS

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Astronaut Gerst zeigt, wie trocken Deutschland ist

Dieses Foto von Alexander Gerst zeigt das ausgetrocknete Mitteleuropa.
Dieses Foto von Alexander Gerst zeigt das ausgetrocknete Mitteleuropa.
Alexander Gerst/Twitter

Alexander Gerst ist erschüttert. Ganz Europa ist nach einer wochenlange Dürre vertrocknet. Auf der ISS hat er einen guten Überblick.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat neue Fotos von Deutschland und Europa aufgenommen. Und das, was er dort oben sehen kann, sei ein schockierender Anblick, schreibt Gerst auf Twitter. „Alles vertrocknet und braun, was eigentlich grün sein sollte.” „So sieht es aus, wenn es wochenlang nicht regnet”, antwortet ein Twitter-Nutzer.

Gerst befindet sich gerade auf seiner zweiten Weltraum-Mission an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Seine Mission „Horizons” begann im Juni, seit dem schickt er immer wieder Fotos von dort oben zur Erde. Und seit dem hat es über Europa nur sehr wenig Regen gegeben. Dementsprechend ausgetrocknet präsentiert sich nun die Erdoberfläche für den Betrachter in rund 400 Kilometern Höhe, der Umlaufbahn der ISS.

Das erste Foto zeigt den Rhein in Nordrhein-Westfalen. Bei genauem Hinsehen ist im Süden Köln und weiter nördlich Düsseldorf zu sehen. Twitter-Nutzer haben zudem den Tagebau Garzweiler ausgemacht. Vor allem westlich des Rheins sind viele trockene Felder zu sehen. Weiter östlich, Richtung Sauerland, wird es grüner.

Mecklenburg-Vorpommern auch zu sehen

Auf einem zweiten Foto zeigt "Astro-Alex" Mitteleuropa. Im Norden ist die Ostsee-Küste zu erkennen mit den Inseln Fehmarn, Poel, Rügen und dem Stettiner Haff. Europaweit erscheint die Erdoberfläche eher braun als grün. Gerst hatte schon einmal Ende Juni ein Foto aufgenommen, das Mecklenburg-Vorpommern zeigt. Damals sah die Landschaft tatsächlich grüner aus.

Die Landwirte in Deutschland klagen bereits über massive Ernteausfälle nach der langen Trockenheit. Erst am Freitag hatte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Dürre-Hilfen zugesagt. In den Wäldern herrscht extreme Brandgefahr. Die Flüsse führen immer weniger Wasser, wie etwa die Schwarze Elster in Brandenburg, die schon teilweise ausgetrocknet ist.