POSITIV AUF CORONA GETESTET

Asylbewerber aus Quarantäne bei Schwerin geflüchtet

Ein Asylbewerber, der positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist, ist aus Quarantäneeinrichtung im Flüchtlingsheim Stern-Buchholz verschwunden. Die Polizei sucht nach dem Mann.
Die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Stern-Buchholz: Ein Asylbewerber ist aus der Quarantäne gefloh
Die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Stern-Buchholz: Ein Asylbewerber ist aus der Quarantäne geflohen (Archivbild). Jens Büttner
Schwerin ·

Wie das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, ist am Mittwoch ein positiv auf Covid-19 getesteter Asylbewerber aus der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes geflüchtet.

Der Mann war zum Zeitpunkt seines Verschwindens in der sogenannten vorgelagerten Unterbringungseinrichtung im Flüchtlingsheim Stern-Buchholz untergebracht.

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Polizei sucht nach dem Flüchtigen

Der Asylbewerber wurde über das positive Testergebnis informiert. Vermutlich im Laufe des Vormittags ist es ihm dann aber gelungen, das Zimmer unbemerkt zu verlassen und den Zaun zu überwinden, heißt es weiter in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Die örtliche Polizeidienststelle sowie das zuständige Gesundheitsamt wurden sofort informiert. Die Suche der Polizei dauert den Angaben zu Folge derzeit noch an. Es wurde bisher jedoch noch keine Personenbeschreibung oder ein Foto des Flüchtigen veröffentlicht.

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Hintergrund:

Asylbewerber, die sich länger als 72 Stunden nicht in den Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufgehalten haben und zu diesen zurückkehren, werden vorübergehend in vorgelagerten Einrichtungen der EAE separat und isoliert untergebracht, bis das Ergebnis eines Tests auf COVID-19 vorliegt.

Falls der Test negativ ausfällt, können die Asylbewerber die EAE betreten. Bei einem positiven COVID-19-Testergebnis werden die Asylbewerber, in Abhängigkeit von eventuellen Symptomen, entweder in eine Klinik oder in die Quarantäneunterkunft Parchim verbracht.

Die positiv auf COVID-19 getesteten Asylbewerber haben sich bis zu der Verbringung nach Parchim in Selbstisolation in den vorgelagerten Einrichtungen der EAE zu begeben. Die Quarantäneanordnung wird laut Ministerium durch die Mitarbeiter des Betreibers (Malteser Werke) und der Sicherheitsfirma überwacht.

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 57 Asylbewerber positiv auf COVID-19 getestet. Aktuell befinden sich zwei Asylbewerber auf Grund einer COVID-19-Erkrankung in der Quarantäneeinrichtung Parchim beziehungsweise in klinischer Behandlung.

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