Polizei

Ausreißerin (10) auf zweitägiger Bahnreise – mit rosa Koffer aus Berlin

Die Eltern krank vor Sorge, die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz: Eine Zehnjährige ist nach der Schule in Güstrow abgehauen und war mit der Bahn nach Berlin, Hamburg und Stuttgart unterwegs.
dpa
In Berlin hat sich die Zehnjährige einen rosa Koffer geschnappt und ist dann weiter mit dem Zug nach Hamburg gefahren (Sy
In Berlin hat sich die Zehnjährige einen rosa Koffer geschnappt und ist dann weiter mit dem Zug nach Hamburg gefahren (Symbolbild). Jörg Carstensen
Güstrow

Die Zehnjährige aus Mecklenburg-Vorpommern, die am Dienstag nach dem Unterricht in Güstrow über Nacht verschwunden war, hat eine zweitägige Zugreise in mehreren Etappen unternommen: Statt nach der Schule den Bus nach Hause zu nehmen, sei sie offensichtlich in einen Zug nach Berlin gestiegen, teilte die Bundespolizei mit.

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Dort habe sie einen rosa Koffer „an sich genommen”. Dann sei die Ausreißerin weiter nach Hamburg gereist. Von dort wollte sie den Erkenntnissen zufolge mit einem Fernzug nach Stuttgart zu einer Freundin. „Das Mädchen hatte allerdings keinen Fahrschein, so dass ihre abenteuerliche Fahrt in Hannover endete”, teilte die Bundespolizei in Hannover mit.

Polizei suchte mit Hunden

Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot und Fährtenhunden vergeblich nach der Schülerin gesucht, deren Eltern in großer Sorge waren. Nach der erlösenden Information der Bundespolizei stiegen sie dann in den Zug nach Hannover – und nahmen die Tochter wohlbehalten mit nach Hause.

Den Grund für die Reise quer durchs Land und wo sie die Nacht verbracht hatte, wollte die Zehnjährige nicht preisgeben, wie es weiter hieß. Der Koffer aus Berlin wurde wieder seinem Eigentümer übergeben.

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Kommentare (3)

Das nenne ich mal mutig und taff.

Und mutig auch nicht. Wenn das ihr Kind wäre?

Naja, es gehört schon eine Menge Mut, Selbstbewusstsein und Cleverness dazu, sich als 10-Jährige in Güstrow in den Zug zu setzen und sich über Berlin und Hamburg auf den Weg in Richtung Stuttgart zu machen und immerhin noch bis Hannover gelangt zu sein.
Das Mädel kann man in der Tat nur als taff bezeichnen.
Ungeachtet dessen haben Sie aber natürlich auch recht, die Eltern tun mir wirklich leid. Die haben zweifellos tausend Ängste ausgestanden. Wäre mir das mit einem meiner Kinder passiert, ich wäre ganz sicher wahnsinnig geworden.