Am Hotel Neptun in Warnemünde ist am Sonntag ein Auto über die Promenade hinweg in den Dünen gelandet.
Am Hotel Neptun in Warnemünde ist am Sonntag ein Auto über die Promenade hinweg in den Dünen gelandet. Stefan Tretropp
Beim Überfahren dieser Fahrradständer hob der Wagen ab.
Beim Überfahren dieser Fahrradständer hob der Wagen ab. Stefan Tretropp
Verkehrsunfall

▶ Auto fliegt über Warnemünder Promenade in die Dünen

Am Neptun-Hotel in Warnemünde hat am Sonntagvormittag ein Autofahrer die Kontrolle verloren. Schwer verletzt landete der Mann mit dem Wagen letztlich in den Dünen.
Warnemünde

Zu einem spektakulären Verkehrsunfall ist es am Sonntagvormittag im Rostocker Ostseebad Warnemünde gekommen. Ein Autofahrer verlor beim Hotel Neptun die Kontrolle über seinen Pkw, schleuderte über die Promenade und landete schließlich in den Dünen. Der 58-Jährige verletzte sich dabei schwer.

 

Die Polizei teilte mit, dass es gegen 10.45 Uhr zu dem Unglück gekommen sei. Der 58-Jährige am Steuer seines VW Golf war in der Kurhausstraße in Richtung der Seestraße unterwegs. Offenbar aus gesundheitlichen Gründen verlor der Mann die Gewalt über seinen Wagen und raste in einer Rechtskurve weiter geradeaus. Er überfuhr zunächst mehrere Metallbügel für Fahrräder. Dabei wurde der Wagen in die Luft katapultiert und schleuderte mehrere Meter weit über die Promenade. Auf Höhe einer Parkbank, auf der zum Unfallzeitpunkt zum Glück gerade niemand saß, schlug das Fahrzeug in den Dünen ein.

Fahrer musste aus Auto herausgeholt werden

Mehrere Augen- und Hörzeugen wählten umgehend den Notruf. Kurz darauf trafen mehrere Streifenwagen der Polizei, der Rettungsdienst und die Feuerwehr mit einigen Einsatzfahrzeugen in Warnemünde ein. Der 58-Jährige befand sich noch im Wagen und musste von Helfern herausgeholt werden. Er erlitt nach ersten Erkenntnissen schwere Verletzungen. Die Unfallstelle musste weiträumig abgesperrt werden. Zahlreiche Trümmerteile lagen auf der Promenade und in den Dünen verstreut.

Fahrer hatte möglicherweise einen Krampfanfall

Die Polizisten sahen sich vielen Schaulustigen gegenüber, denen sie das Fotografieren verbieten mussten. Die Seestraße in Warnemünde blieb zeitweise gesperrt, auch die Kriminalpolizei ermittelte am Unfallort. Die Beamten gehen zunächst davon aus, dass der Mann am Steuer möglicherweise einen Krampfanfall erlitt. Er selbst konnte sich vor der Abfahrt ins Krankenhaus dazu nicht mehr äußern.

Der VW Golf wurde anschließend von einem Abschlepper aus den Dünen geborgen. Nur dem Zufall ist es wohl zu verdanken, dass keine anderen Personen verletzt wurden, zum Unfallzeitpunkt war die Promenade in diesem Bereich gerade weniger frequentiert.

zur Homepage