Dieses Symbolbild darf nur für Online-Meldungen genutzt werden. Foto: © fpic – stock.adobe.com (Symbolbild)
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Gruppe geht auf Beamte los

Autofahrer flieht vor Polizei – dann schwere Tumulte bei Festnahme

Wilde Verfolgungsfahrt, Angriff auf Polizisten, Durchsuchung und Drogenfund: Was klingt wie eine Serie aus dem vorabendlichen TV-Programm, ist jetzt bei Stralsund geschehen.
Stralsund

Am Donnerstagabend, gegen 21.15 Uhr, nahm ein Streifenwagen des Polizeireviers Grimmen gerade einen Verkehrsunfall auf der L222 bei Abtshagen auf. Währenddessen fuhr ein polizeibekannter 33-Jähriger mit einem VW an den Beamten vorbei. Die kannten den Mann bereits aus der Vergangenheit, wo er durch Delikte im Straßenverkehr auf sich aufmerksam machte. Zudem war er nicht in Besitz eines gültigen Führerscheins.

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Also fuhren sie dem Wagen in Richtung Elmenhorst bei Stralsund nach. Das teilte die Polizei am Freitagmittag mit. Nach ersten Erkenntnissen floh der Fahrer daraufhin mit überhöhter Geschwindigkeit, ignorierte die Anhalte-Signale und fuhr über einen Seitenstreifen an einer Fahrbahnverengung am Streifenwagen der Polizei vorbei.

Anschließend fuhr das Auto auf ein Grundstück in Elmenhorst, auf dem sich verschiedene Hallen befinden und wo sich zu diesem Zeitpunkt auch andere Personen aufhielten.

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Dort lief der Fahrer in eines der Gebäude und verbarrikadierte den Eingang. Im offen gelassenen Wagen konnten die Beamten deutlichen Cannabis-Geruch wahrnehmen und verständigten deshalb einen Bereitschaftsstaatsanwalt, welcher die Durchsuchung der Wohnung und des Autos sowie Folgemaßnahmen mit dem 33-Jährigen anordnete.

Im Umfeld sammelten sich währenddessen zahlreiche Schaulustige. Plötzlich öffnete der 33-Jährige wieder die Tür und forderte die anwesenden Personen auf, ihn körperlich zu unterstützen und sich gegen die polizeilichen Maßnahmen zur Wehr zu setzen. Da die Schaulustigen zunehmend verbal aggressiv wurden und die drei anwesenden Polizisten aufforderten den 33-Jährigen in Ruhe zu lassen, wurden Unterstützungskräfte aus Stralsund, Barth, Demmin und vom Autobahn- und Verkehrspolizeirevier in Grimmen angefordert. Schließlich gelang es den Polizisten den Tatverdächtigen zu ergreifen.

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Das verärgerte jedoch die Gruppe. Insgesamt zwölf Männer und Frauen im Alter von 14 bis 57 Jahren, alle deutscher Nationalität und aus den umliegenden Gemeinden, versuchten den 33-Jährigen unter Anwendung von Gewalt aus dem Gewahrsam der Polizei zu befreien. Dabei kam es zum Handgemenge und Einsatz von Reizgas durch die Polizisten.

Der 33-Jährige wurde dabei leicht verletzt, durch den Rettungsdienst erstversorgt und im Rettungswagen unter Polizeibegleitung ins Krankenhaus nach Stralsund gebracht. Dort wurde zur Beweissicherung eine Blutprobe entnommen. Bei der Durchsuchung kam ein Rauschmittelspürhund zum Einsatz und es wurden Betäubungsmittel in „nicht unerheblicher Menge” und Konsum-Utensilien beschlagnahmt.

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Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln sowie der Bedrohung, Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen den 33-Jährigen aufgenommen. Weiterhin wurde Anzeige wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs gegen die anderen anwesenden Personen aufgenommen.

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