Der Hauptverdächtige im Verfahren gegen eine Bande von Autodieben wurde vom Landgericht Stralsund zu einer hohen Haftstra
Der Hauptverdächtige im Verfahren gegen eine Bande von Autodieben wurde vom Landgericht Stralsund zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Stefan Sauer
Polizei

Autoknacker-Bande vor Gericht – Serie in Vorpommern aufgeklärt

Im Blick hatten die Autodiebe über mehrere Monate besonders die Marken Audi und Mercedes. Gegen den Kopf der Bande wurde nun ein Urteil gesprochen. Er muss lange ins Gefängnis.
Stralsund

Polizei und Staatsanwaltschaft in Mecklenburg-Vorpommern haben offenbar eine Serie von Autodiebstählen aufgeklärt. Gegen den Hauptverdächtigen wurde nun eine mehrjährige Haftstrafe verhängt.

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Teure Autos im Fokus der Diebe

Deutschlandweit waren seit Dezember 2021 zahlreiche Autos der Marken Mercedes und Audi gestohlen worden. Allein in Vorpommern seien im Dezember und Januar vier der teuren Wagen gestohlen worden. Laut Ermittlern habe sich schnell der Verdacht erhärtet, dass hinter den Fällen aus MV, Hessen, Niedersachsen und Sachsen eine professionell organisierte Bande steht.

Die geschätzten Schadenssummen sind enorm. Allein für die vier Fälle in Vorpommern nennt die Polizei eine Summe von rund 330.000 Euro. Für die Aufklärung hätten Ermittler in mehreren Bundesländern und im benachbarten Polen kooperiert, hieß es am Mittwoch.

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Verhaftung bei Dresden

Ein Hauptverdächtiger wurde im Januar nahe der polnischen Grenze verhaftet – er war mit einem gestohlenen Wagen unterwegs. Vier weitere Männer wurden einige Tage später in Niedersachsen gestellt. Die Männer seien zwischen 22 und 36 Jahre alt und stammten aus Polen und der Ukraine, hieß es in einer Mitteilung der Behörden. Gegen alle fünf wurde eine Untersuchungshaft verhängt.

Elf Fälle gelten als nachgewiesen

Am Mittwoch informierten Polizei und Staatsanwaltschaft über das Urteil gegen den Hauptverdächtigen. Er sei an elf Fällen beteiligt gewesen, deren Schaden auf rund 550.000 Euro geschätzt wurde. Das Landgericht Stralsund habe den Mann zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt.

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