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Automatischer Notruf überführt betrunkenen Fahrer

Als die Polizei beim mutmaßlichen Fahrer zu Hause klingelte, hatte der mehr als zwei Promille Atemalkohol.
Als die Polizei beim mutmaßlichen Fahrer zu Hause klingelte, hatte der mehr als zwei Promille Atemalkohol.
Claudia Marsal

Technik, die Autofahreren in gefährlichen Situationen helfen soll, ist einem offenbar betrunkenen Mann in Mecklenburg zum Verhängnis geworden.

Das automatische Notrufsystem eines Wagens hat die Polizei auf die Spur eines betrunkenen Autofahrers in Südwestmecklenburg gebracht. Nach einem Crash des Autos an einem Baum nahe Tewswoos (Landkreis Ludwigslust-Parchim) nahm das System selbstständig Kontakt mit der Sicherheitszentrale des Autoherstellers auf, wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust am Donnerstag berichtete.

Der Mitarbeiter habe versucht, mit dem Fahrer zu sprechen, der aber nur unzusammenhängend gestammelt habe. Dann sei der Kontakt abgebrochen. Der Mitarbeiter alarmierte die Rettungskräfte, die am Unfallort ein zerstörtes, aber leeres Auto vorfanden. Als die Polizei eine Stunde später beim mutmaßlichen Fahrer zu Hause klingelte, hatte der mehr als zwei Promille Atemalkohol und stritt ab, den Wagen gefahren zu haben.

Allerdings habe er Gurtmale am Oberkörper gehabt, die entstehen, wenn der Sicherheitsgurt auslöst. Die Behörden ermitteln jetzt gegen den 29-Jährigen wegen Trunkenheit am Steuer, Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs.