AUSBAUPLäNE VORGESTELLT

B96 soll schneller und sicherer werden

Seit Jahren wird über den Ausbau der B96 südlich von Neubrandenburg gestritten. Die Straße ist eng und oft unübersichtlich. Ein vierspuriger Ausbau ist aus Natur- und Umweltschutzgründen nicht möglich. Jetzt liegt ein Kompromissvorschlag vor.
dpa
Auf acht Kilometern soll die B96 zweistreifig aus- oder neugebaut werden.
Auf acht Kilometern soll die B96 zweistreifig aus- oder neugebaut werden. Bernd Wüstneck
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Neustrelitz.

Die Bundesstraße 96 soll schneller und sicherer werden. Am Donnerstagabend haben Vertreter der Straßenbaugesellschaft Deges und des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Neustrelitz den geplanten Ausbau der B96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg vorgestellt. Der Ausbau sei nötig, damit die Straße das prognostizierte höhere Verkehrsaufkommen bewältigen könne.

Die Bundesstraße gilt als wichtige Verbindung zwischen der Autobahn 10 (Berliner Ring) und der Ostseeautobahn 20. Geplant sind Ortsumfahrungen für Weisdin und Usadel sowie auf rund 12 Kilometern der dreispurige Ausbau mit Überholfahrstreifen. Auf 8 Kilometern soll die Straße zweistreifig aus- oder neugebaut werden. Dort komme aus ökologischen Gründen ein breiterer Ausbau nicht infrage, hieß es. Ziel ist eine Reisegeschwindigkeit von 80 Kilometern je Stunde.

Die heutige B96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg ist laut Deges streckenweise unübersichtlich und bietet wenige Überholmöglichkeiten. Die beiden Ortsdurchfahrten sowie zahlreiche Einmündungen, Kreuzungen und Zufahrten führen zu Tempolimits, einer niedrigen Reisegeschwindigkeit und wenig Verkehrssicherheit. Entgegen dem Bundestrend steigen auf dem Abschnitt die Unfallzahlen – von 72 Unfällen 2014 auf 106 im Vorjahr. 2017 ereigneten sich bis Mitte November bereits 103 Unfälle.

Vorschläge können bis Jahresende eingereicht werden

Der Deges zufolge wurde in der bisherigen Planung eine Vorzugslinie für den künftigen Verlauf der Straße ermittelt. Sie folge über weite Teile der heutigen B96. Zum Teil liege sie auf der bestehenden Trasse, zum Teil verlaufe sie parallel versetzt dazu.

Die Deges nimmt nach eigenen Angaben bis zum Jahresende Hinweise und Anregungen entgegen. Anfang 2018 will sie das Ergebnis der Vorplanung und die Auswertung der Bürgerinformation an das Land übergeben. Der nächste formale Schritt sei die Bestätigung der Linie durch das Land. Anschließend könne die Entwurfsplanung beginnen, die in einem Planfeststellungsverfahren zur Erteilung des Baurechts führt.

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