WOLFSATTACKEN

Backhaus macht Rückzieher bei Abschuss von Wölfen

Während Brandenburg unter Hochdruck an einer Verordnung zum Umgang mit Problem-Wölfen arbeitet, wird es in Mecklenburg-Vorpommern keine solche Regelung geben - obwohl Minister Till Backhaus zuvor eigene Pläne angekündigt hatte.
Vorerst geht es den Problem-Wölfen in Mecklenburg-Vorpommern nicht an den Kragen (Symbolbild).
Vorerst geht es den Problem-Wölfen in Mecklenburg-Vorpommern nicht an den Kragen (Symbolbild). ramoncarretero - Fotolia.com
Schwerin.

Der Schweriner Umweltminister Till Backhaus (SPD) macht einen Rückzieher: Er hält die Zusage, noch in diesem Jahr Regelungen zum Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen vorzulegen, nicht ein. „Eine Landesverordnung ist gegenwärtig nicht geplant“, teilte sein Ministerium mit. Dabei hatte Till Backhaus erst kürzlich beim deutsch-polnischen Bauerntag in Pasewalk angekündigt, auf der Dezember-Sitzung des Landtages „eigene Pläne einzubringen“.

Offenbar kaum mehr als eine Beruhigungspille für aufgebrachte Bauern angesichts zunehmender Wolfsattacken auf Schafe und Rinder. Mit Theo Seiter aus Ramin im Landkreis Vorpommern-Greifwald hatte im Herbst erstmals ein Schafzüchter die Tötung eines Wolfes beantragt. Seine Schafe waren zur Landschaftspflege auf dem umzäunten Gelände eines Solarparks untergebracht und mindestens neun Mal von einem Wolf heimgesucht worden.

Wolfsverordnung in Brandenburg

Dafür geht das Land Brandenburg voran, wo derzeit eine Wolfsverordnung diskutiert wird. Sie schreibt fest, unter welchen Bedingungen „Wölfe mit aggressivem oder problematischem Verhalten“ getötet werden dürfen und wer darüber entscheidet. Während Naturschützer das Papier als Arbeitsgrundlage begrüßen, äußern Bauern- und Jagdverbände Kritik. Das Brandenburger Umweltministerium hofft dennoch, dass die Verordnung noch in diesem Jahr in Kraft treten kann.

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