KAMPF GEGEN SCHWEINEPEST

Backhaus will mehr Hilfe vom Bund zum Eindämmen der Seuche

Mecklenburg-Vorpommern muss jederzeit damit rechnen, dass die Afrikanische Schweinepest ins Land kommt. In Jabel werden deshalb spezielle Kadaversuchhunde ausgebildet.
dpa
Anja Blank lobt ihren Hund Bertha nach dem Auffinden eines zu Trainingszwecken in einem Waldstück ausgelegten Wildschwein
Anja Blank lobt ihren Hund Bertha nach dem Auffinden eines zu Trainingszwecken in einem Waldstück ausgelegten Wildschweinkopfs. Die Deutsch Drahthaar-Hündin wurde im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest als Kadaversuchhunde ausgebildet. Insgesamt neun Tiere sowie ihre Führer wurden seit Februar 2021 in einem zweiten Ausbildungsgang für die spezielle Sucharbeit trainiert. Jens Büttner
Till Backhaus (SPD), Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, streichelt den Suchhund Bertha bei einem Termin zum z
Till Backhaus (SPD), Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, streichelt den Suchhund Bertha bei einem Termin zum zweiten Ausbildungsgang von Suchhunden zur Bekämpfung einer drohenden Afrikanischen Schweinepest. Zuvor hatte die Deutsch Drahthaar-Hündin bei einem Training ein in der Holzkiste verstecktes Stück Wildschweinschwarte gefunden. Jens Büttner
Suchhund Bertha läuft beim Suchtraining zu einer Holzkiste, in der ein Stück Wildschweinschwarte versteckt ist. Die
Suchhund Bertha läuft beim Suchtraining zu einer Holzkiste, in der ein Stück Wildschweinschwarte versteckt ist. Die Deutsch Drahthaar-Hündin wurde im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest als Kadaversuchhund ausgebildet. Jens Büttner
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dasd Jens Büttner
Jabel ·

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister hat mehr Engagement auf Bundesebene beim Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest gefordert. „Aus meiner Sicht ist es eine nationale Aufgabe, Seuchenbekämpfung zu betreiben“, sagte Till Backhaus (SPD) am Mittwoch in Jabel in der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Bund müsse stärker koordinieren und auch Geld bereitstellen. Zudem fehlten Rechtsgrundlagen, etwa um schon frühzeitig auf fremden Grund Schutzzäune zu bauen. Auch hier sei der Bund gefragt.

Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben des Ministers bereits zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro in Maßnahmen zur Vorsorge und möglichen Bekämpfung der Tierseuche investiert, etwa für einen Schutzzaun an der deutsch-polnischen Grenze oder auch die Ausbildung von Kadaversuchhunden. Sie sollen verendete Wildschweine aufspüren und so im Falle eines Ausbruchs bei der Eindämmung helfen.

Am Mittwoch besuchte Backhaus das Jugendwaldheim Loppin in Jabel, wo solche Tiere ausgebildet werden. Bisher wurde die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nur in Brandenburg und Sachsen nachgewiesen. Das Risiko für ein Übergreifen auf Mecklenburg-Vorpommern besteht allerdings, auch weil die Seuche im benachbarten Polen grassiert.

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