AUTOKNACKER VOR GERICHT

Bande soll teure Fahrzeuge gestohlen haben

In Fußfesseln wurden die fünf Männer in den Gerichtssaal geführt. Dann schlug ihnen die Staatsanwaltschaft einen Deal vor.
Vor der 1. Strafkammer begann am Freitag in Rostock die Hauptverhandlung gegen fünf mutmaßliche Autoknacker.
Vor der 1. Strafkammer begann am Freitag in Rostock die Hauptverhandlung gegen fünf mutmaßliche Autoknacker. Stefan Tretropp
Rostock ·

Rostock. Weil sie vier Fahrzeuge gestohlen haben sollen und anschließend ins Ausland bringen wollten, steht seit Freitagvormittag eine fünfköpfige Autoknacker-Bande aus Polen vor dem Landgericht in Rostock. Die jungen Männer sind von der Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs des schweren Bandendiebstahls angeklagt worden.

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Den fünf Polen Marcin K. (37 Jahre), Marcin P. (27), Daniel S. (26), Pawel B. (36) und Adam G. (30) wirft die Behörde vor, sich zu einer Gruppe zusammen geschlossen zu haben, um Autos zu stehlen und sie nach Polen zu transferieren. Laut Anklage sollen die Angeklagten zusammen als Bande in Rostock in der Nacht zum 10. Dezember 2020 einen Ford Mondeo und zwei Audi A 4 gestohlen haben. Der Diebstahl gelang deshalb, weil sie das Funksignal abgefangen und einen nachprogrammierten Schlüssel eingesetzt haben.

Elf Justizbeamte begleiteten die Bande

Im Dierkower Kurt-Schumacher-Ring sollen die entwendeten Fahrzeuge zwischengeparkt und für den Abtransport nach Polen vorbereitet worden sein. Dem 36-Jährigen wird zudem noch vorgeworfen, auf die gleiche Weise allein einen Ford Edge gestohlen zu haben. Alle fünf Angeklagten befinden sich seit Dezember vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Die Polen wurden allesamt in Fußfesseln in den Gerichtssaal geführt, im Beisein von elf Justizbeamten.

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Zu Beginn des Prozesses unterbreitete die Kammer der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft eine Verständigung, um unter anderem ein möglicherweise langwieriges Verfahren abzukürzen. In diesem „Deal“ wurde den Angeklagten eine Freiheitsstrafe zwischen einem und zwei Jahren auf Bewährung in Aussicht gestellt – im Falle eines umfassenden Geständnisses. Zudem würden dann bei vier der fünf Angeklagten die Haftbefehle sofort aufgehoben werden, die letzte Aufhebung hängt noch von dem Ergebnis eines DNA-Gutachtens ab.

Die Angeklagten machten zunächst keine Angaben, stellten aber in Aussicht, im weiteren Verlauf des Prozesses auszusagen. Nächster Verhandlungstag ist der 17. Mai.

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Kommentare (4)

soviel Glück möcht ich auch mal haben. Jetzt können sie im Homeoffice in Polen arbeiten bis sie wieder sauber sind, danach gehts wieder in die Praxis nach D.

.....sondern eine Einladung an alle anderen Autoknacker. Bewährung!!! Darüber würde der GEZ Verweigerer im Münsteraner Knast aber staunen.

Dürfen die netten jungen Männer aus Polen die Autos auch mitnehmen....mal ehrich das hätten sie doch verdient.

Schön der organisierten Kriminalität in den Hintern kriechen , weil die ja schon lange den Staat plündern und die Arabischen Clans sowieso! 0 Totentanz und hohe Strafen und das Geld beschlagnahmen! Dann klappt das auch !