LANDWIRTSCHAFT

Bauern protestieren mit "Mahnfeuern" gegen Agrarpolitik

Es brannte an mehreren Orten in Mecklenburg-Vorpommern: Die Initiative „Land schafft Verbindung” hielt mehrere Mahnfeuer ab.
dpa
Ein „Mahnfeuer” bei Kemnitz-Neundorf.
Ein „Mahnfeuer” bei Kemnitz-Neundorf. Stefan Sauer
Ein „Mahnfeuer” bei Kemnitz-Neundorf.
Ein „Mahnfeuer” bei Kemnitz-Neundorf. Stefan Sauer
Ein „Mahnfeuer” bei Kemnitz-Neundorf.
Ein „Mahnfeuer” bei Kemnitz-Neundorf. Stefan Sauer
Kemnitz.

Mit Mahnfeuern hat die Initiative „Land schafft Verbindung“ in Mecklenburg-Vorpommern auf die Situation der Bauern aufmerksam gemacht. Ein Feuer loderte am Samstag auf einem Feld bei Kemnitz-Neuendorf (Vorpommern-Greifswald). Aktionen waren auch an Straßen bei Röbel (Mecklenburgische Seenplatte), Cambs und Wöbbelin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sowie in Bandelin (Vorpommern-Greifswald) geplant.

Nach wie vor keine Verbesserungen für die Landwirte

Die Situation der regionalen Landwirtschaft ist nach Ansicht der Organisatoren kritisch. Die aktuelle Agrar- und Umweltpolitik gefährde die Betriebe und die gesellschaftlich gewünschte regionale Lebensmittelproduktion und sei kein Garant für mehr Grundwasser-, Umwelt- und Tierschutz. Kritikpunkte sind vor allem die schärferen Vorgaben zum Insekten- und Umweltschutz sowie die Düngebeschränkungen zum Schutz des Grundwassers vor Nitratbelastungen.

Sabine Firnhaber vom Organisationsteam sagte im Vorfeld, es werde immer präziser gedüngt und gespritzt. Der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln sei bereits zurückgegangen. Pflanzen auf den Feldern müssten aber versorgt werden. Die Bauern würden zu Unrecht für die Nitratbelastung des Wassers verantwortlich gemacht. Einträge könnten auch durch Kläranlagen, undichte Abwasserleitungen oder Industrieabwässer erfolgen. Bei den bisherigen Protestaktionen hätten die Landwirte viel Zustimmung erfahren: „Wir haben schon den Eindruck, dass wir anders wahrgenommen werden“, sagte sie.

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Kommentare (4)

man für solche Feuer eigentlich ne Genehmigung?

Die Argumentation oder vielmehr Ablenkung ist schon ziemlich die Höhe. Es wäre allerdings Aufgabe der Redakteure des Nordkuriers die Fakten auf den Tisch zu legen. 2018 flossen 37% des EU-Haushalts in die Landwirtschaft! Leider zum großen Teil ohne Vorgaben mit Bindung an Ökologie. Die konventionell Landwirtschaft ist für den Artenschwund, den Eintrag von Chemikalien in Oberflächengewässer sowie Grundwasser verantwortlich. Für die Art der Landwirtschaft mit Massentierhaltung ist auch großteils der Verbraucher verantwortlich. Stichwort: Ausgaben für Lebensmittel und Lebensmittelskandale in Deutschland. Wenn man regionale Versorgung mit gläserner Produktion will, dann muss man diese fördern und der Verbraucher muss da einkaufen.

In der Liste fehlt noch, das Überschwemmen von europäischen und afrikanischen Märkte mit Billigfleisch. Was die einheimischen Märkte stark unterdrückt. Und Armutsmigration fördert.
Und das Ausbeuten von Tausenden von illegalen Erntehelfern, vorwiegend aus Afrika, zu sklavenähnlichen Bedingungen.
Unsere Agrarpolitik ist ein massiver Faktor, daß sich junge Menschen in Afrika aufmachen, ihre Heimat und Familie zu verlassen, um sich auf eine mörderische Odyssee zu begeben.
Das sollte sich Jeder bewusst machen, wenn er Weihnachten billige Tomaten aus Spanien in den Salat schnippelt, und "glückliches" Geflügel aus Massentierhaltung kauft, um dann später beim Bier über Migranten zu schimpfen...

Jeder lumpige Bürger muß beim Ordnungsamt und bei der Ffw anmelden, wenn er ein Feuerchen auf seinem Grundstück anzünden möchte. Die Genehmigung kostet 5 EURO. Wann und bei wem haben die Bauern bezahlt ?
Ich verlange von den Behörden die Einhaltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes sowie bei nicht vorliegender Genehmigung die Einleitung eines Bußgeldverfahrens.