TROTZ EU-FÖRDERUNG

Bauernverband fordert Wolfsverordnung für MV

Wolfssichere Weidezäune und Herdenschutzhunde reichen nach Ansicht des Bauernverbands nicht aus: Auch der mögliche Abschuss von Wölfen müsse geregelt werden.
dpa
Im Oktober hatten Wölfe mehrere Schafe in MV gerissen.
Im Oktober hatten Wölfe mehrere Schafe in MV gerissen. Holger Hollemann
Schwerin.

Die von der EU-Kommission zugesagte höhere Förderung für Schutzmaßnahmen vor Wölfen ersetzt nach Ansicht des Landesbauernverbandes keine Wolfsverordnung für Mecklenburg-Vorpommern. Eine solche Verordnung müsse praxistaugliche Kriterien wie die Möglichkeit des Abschusses von Wölfen enthalten, sagte Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck am Dienstag. Er begrüßte jedoch die künftig 100-prozentige Unterstützung etwa für die Anschaffung von wolfssicheren Weidezäunen und Herdenschutzhunden.

Jetzt müssten schnell die Rahmenbedingungen für diese Förderung definiert werden, forderte er. „Gerade in einer Zeit, in der durch die diesjährige Dürre die Futterkosten erheblich gestiegen sind, zählt jeder Euro”, sagte er. Im Oktober hatten im Land Wölfe mehrere Schafe gerissen. Bei Dömitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) waren 34 Schafe getötet und mindestens elf verletzt worden.

Bereits seit Ende Juli hatte es in der Nähe, jenseits der Landesgrenze in Brandenburg, ähnliche Fälle gegeben. Hier verlor ein Berufsschäfer, der mit seiner Herde den Elbdeich bei Lenzen pflegt, neun Tiere durch Wolfsrisse. Möglicherweise sei es ein und dasselbe Rudel gewesen, das sich auf die Jagd von Weidetieren spezialisiert habe.

 

 

 

 

 

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