BAUERNPROTESTE

Bauernverband MV fordert Änderungen am Agrarpaket

Nach zahlreichen Protestaktionen der Landwirte will der Bauernverband des Landes am Mittwochvormittag seine Forderungen zum Agrarpaket vorlegen.
dpa
Nach zahlreichen Protestaktionen der Landwirte will der Bauernverband des Landes am Mittwochvormittag seine Forderungen zum Ag
Nach zahlreichen Protestaktionen der Landwirte will der Bauernverband des Landes am Mittwochvormittag seine Forderungen zum Agrarpaket vorlegen. Bernd Wüstneck
Priborn.

Mecklenburg-Vorpommerns Bauernverband legt am Mittwochvormittag seine Forderungen zum Agrarpaket vor. Im Mittelpunkt der traditionellen Pressekonferenz zum Jahresauftakt in Priborn, in der Mecklenburgische Seenplatte stehen die Rahmenbedingungen für die Agrarwende. Von Verboten halten die Landwirte nicht viel, gebraucht würden innovative Lösungen, hieß es.

Der Verband sieht in einer ökologischen Produktionsweise nicht die Lösung aller Probleme, vor allem nicht bei der Ernährungssicherheit, beim Klimaschutz und bei nachwachsenden Rohstoffen. Seiner Ansicht nach stellt das Agrarpaket auch Ökolandwirte vor große Herausforderungen. Der Bauernverband strebt mehr Kooperation mit Bio-Bauern an. Das von der Bundesregierung verabschiedete Agrarpaket ist seit Monaten unter Landwirten ein Aufregerthema. Viele fürchten um die Zukunft ihrer Betriebe.

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Kommentare (1)

Die Landwirtschaft hat ihre Seele verloren. Sortenreines Getreide, wo früher Millionen von Wildkräutern in den Feldern ganze Scharen von Singvögeln ernähren konnten. Fremdsaat kostet Strafe! Selbst die schmalen Randstreifen an den Getreidefeldern werden neuerdings sorgfältig gemäht. Maisfelder so weit das Auge reicht. Eine bei uns erst nach dem Krieg angebaute Kulturpflanze aus Amerika - völlig wertlos für fast alle unsere Insekten! Wiesen, die fünf mal im Jahr gemäht werden verunmöglichen bodenbrütende Vögel. Güllewagen und Mineraldünger auf Teufel komm raus. Die Zeiten, in denen die Bauern mit der Natur zusammenlebten sind vorbei. Die modernen Landwirte beuten sie aus. Wettbewerbsdruck durch sinkende Weltmarktpreise machen sie zunehmend selbst zu Getriebenen. Sie müssen ihre Kosten senken: größer und effizienter werden, noch mehr düngen und spritzen. Ein Teufelskreislauf!