B96-VOLLSPERRUNG

Baustelle auf Rügen bremst Strandurlauber aus

Wegen einer Vollsperrung auf der B96 mitten in der Hochsaison müssen Autofahrer auf Rügen auf eine viel befahrene Stadtstraße ausweichen. Lange Staus scheinen vorprogrammiert.
Lutz Reuter Lutz Reuter
Urlauber, die zu den Stränden im Norden Rügens fahren wollen, müssen auf der Umleitung sechs Ampeln passieren, bevor sie zurück auf die B96 gelangen.
Urlauber, die zu den Stränden im Norden Rügens fahren wollen, müssen auf der Umleitung sechs Ampeln passieren, bevor sie zurück auf die B96 gelangen. Stefan Sauer
Bergen.

Bis zum 11. August geht auf einem Teilstück der B96 auf Rügen nichts mehr. Zwar handelt es sich nur um einen knapp zwei Kilometer langen Abschnitt. Diesen zu umfahren kann allerdings zu einer Geduldsprobe für unzählige Autofahrer werden. Denn für die Umleitung des Verkehrs ist eine viel befahrene Straße durch die Innenstadt von Bergen ausgeschildert.

Urlauber, die etwa zu den Stränden im Norden der Insel fahren wollen, müssen auf der Umleitung sechs Ampeln passieren, bevor sie zurück auf die B96 gelangen. Diese sechs Ampeln bringen den Verkehr in Bergens Innenstadt regelmäßig ins Stocken. Durch die Umleitung unzähliger zusätzlicher Autofahrer auf diese Strecke, scheinen lange Staus vorprogrammiert.

Christian Pegels Aussage von 2016 gilt offenbar nicht mehr

Grund für die Sperrung sind Bauarbeiten an der neuen B96. Um den geplanten Termin zur Fertigstellung im kommenden Jahr einhalten zu können, müsse die Sperrung jetzt sein, heißt es nach einem Bericht der Ostsee-Zeitung aus dem Landesverkehrsministerium. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) erklärte allerdings in einem Interview im Jahr 2016, in Mecklenburg-Vorpommern seien Ferienstrecken definiert, „auf denen zur Vermeidung von Stauerscheinungen im Juli und August keine verkehrsraum-einschränkenden Baumaßnahmen durchgeführt werden.”

Im Jahr 2018 gilt diese Aussage offenbar nicht mehr: Der Ostsee-Zeitung zufolge heißt es jetzt aus Pegels Ministerium, „dass es kein allgemeines Bauverbot auf touristisch bedeutsamen Straßen gibt". Aber es werde stets streng abgewogen, ob derartige Baumaßnahmen unbedingt nötig seien. So auch in diesem Fall. Das Ergebnis ist zum Nachteil für Urlauber, Anwohner und Gewerbetreibende gleichermaßen ausgefallen.

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