LUBMIN

Behälter auf Atomkraftwerks-Gelände verschwunden

Bei einer Kontrolle des Innenministeriums im früheren Atomkraftwerk Lubmin ist aufgefallen, das ein Behälter mit Asbestplatten verschwunden ist.
Gabriel Kords Gabriel Kords
.Das Atomkraftwerk Lubmin befindet sich seit Jahrzehnten im Rückbau
.Das Atomkraftwerk Lubmin befindet sich seit Jahrzehnten im Rückbau Stefan Sauer (Archiv)
Lubmin.

Bei einer Überprüfung auf dem Gelände des früheren Lubminer Atomkraftwerks hat ein Gutachter des Schweriner Innenministeriums festgestellt, dass dort ein Behälter mit Asbestplatten verschwunden ist. Der Behälter war in einer Inventarliste verzeichnet, konnte aber nicht gefunden werden.

In einer am Donnerstagnachmittag verbreiteten Mitteilung des Innenministeriums heißt es, von dem Behälter gehe keine radiokative Gefahr aus – er sei bereits „freigemessen” gewesen. Er hätte sich eigentlich auf einer Bereitstellungsfläche befinden sollen, von wo aus er zu einer Mülldeponie gebracht werden sollte.

EWN muss den Vorgang „umfangreich aufarbeiten”

Vom Innenministerium hieß es weiter, bei der Betreiber-Firma des Atomkraftwerks-Rückbaus, der bundeseigenen EWN GmbH, sei veranlasst worden, dass alle Behälter neu inventarisiert werden. Außerdem müsse die Firma den Vorgang umfangreich aufarbeiten. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Geprüft werden solle nun, ob die Kontrolldichte weiter erhöht wurde.

Das Ministerium zieht aus dem Vorfall folgendes Fazit: „Die Aufdeckung der Auffälligkeit im Rahmen der Inspektion zeigt, dass die aufsichtliche Praxis greift und geeignet ist, Unregelmäßigkeiten umgehend festzustellen.” Gleichwohl werde die Situation zum Anlass genommen, „die routinemäßigen Abläufe noch einmal gezielt zu überprüfen.”

Bereits im vorigen Jahr war es in dem Atomkraftwerk zu einem Zwischenfall gekommen, damals gab es bei den Rückbau-Arbeiten eine Verpuffung.

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