NEUER PEGEL-PLAN

Jetzt doch Behelfsbrücke über A20-Krater

Bislang wurden Umleitungen über die Dörfer favorisiert. Jetzt will das Verkehrsministerium doch eine Brücke bauen, was man eigentlich schon verworfen hatte.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Zurzeit wird der Rückbau des kaputten A20-Teilstücks vorbereitet.
Zurzeit wird der Rückbau des kaputten A20-Teilstücks vorbereitet. Stefan Sauer
So stellt sich das zuständige Ministerium die zukünftige Behelfsbrücke vor.
So stellt sich das zuständige Ministerium die zukünftige Behelfsbrücke vor. Infrastrukturministerium MV
Schwerin.

Ab Spätsommer soll der Verkehr über das A20-Loch über eine Behelfsbrücke rollen. Vorgesehen sind in jede Fahrtrichtung jeweils eine Spur. Die Geschwindigkeit wird auf 60 Stundenkilometer begrenzt.

Der ursprüngliche Plan von zwei Umleitungen über die Dörfer wird somit nicht mehr favorisiert. Die Behelfsbrücke wird auf der südlichen Fahrbahn in Richtung Stettin errichtet.

Das kündigte am Dienstagmittag Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) in Schwerin an. Zur Zeit läuft die Ausschreibung für die Brückenteile. Nur wenn die erfolgreich ist, lasse sich der Plan auch umsetzen, betonte Pegel allerdings

Brücke auf Betonpfeiler montiert

Die Umleitungspläne um das A20-Loch wurden erst mal beiseite gelegt, weil es nach wie vor Probleme mit einem Grundstückseigentümer gibt. Die europaweite Ausschreibung für die Brückenteile endet kommende Woche.

Die Teile für die Brücke sollen bei einer Spezialfirma gemietet werden. Montiert werden sie auf Betonpfeiler im Boden. „Mit der neuen Variante, an der wir schon länger arbeiten, liegen wir deutlich in der Zeit vor der Umleitungsvariante“, sagte Pegel. Man sei deshalb bislang mit dem neuen Plan nicht herausgerückt, weil die Mitarbeiter erst recherchieren mussten, ob solche Brückenteile auf dem Markt gegenwärtig verfügbar sind.

So stellt sich das Infrastrukturministerium MV die Behelfsbrücke vor.

Plan ist nicht neu

Die Möglichkeit der Behelfsbrücke war schon einmal als Übergangslösung im Gespräch, wurde aber verworfen. Noch im Dezember hatte das Verkehrsministerium erklärt, das laut Untersuchungen der Baugrund westlich der Unglücksstelle nicht tragfähig genug sei. Nun wird dieser Plan offenbar doch wieder aufgenommen.

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